Mapping the World’s Prices

Luxemburg bietet beste Lebensqualität: So schneidet die Hauptstadt im internationalen Vergleich ab

In einer neuen Studie der Deutschen Bank belegt Luxemburg das zweite Jahr in Folge den Spitzenplatz in puncto Lebensqualität. Trotz hoher Lebenshaltungskosten überzeugt die Hauptstadt mit guter Kaufkraft, kurzer Pendelzeit und geringer Umweltverschmutzung – und dem kostenlosen öffentlichen Transport.

Luxemburg ist zweifelsohne ein teures Pflaster – doch andere Städte sind noch deutlich kostspieliger

Luxemburg ist zweifelsohne ein teures Pflaster – doch andere Städte sind noch deutlich kostspieliger Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die Deutsche Bank hat am 13. Juli ihre neue Studie „Mapping the World‘s Prices“ publiziert, in der sie 69 Städte aus aller Welt unter die Lupe nimmt. Beleuchtet werden unter anderem die Lebensqualität, Mietpreise und die Kosten für Kaffee, Taxis oder den öffentlichen Transport. Luxemburg kann dabei seinen ersten Platz im Bereich der Lebensqualität verteidigen. Insbesondere der kostenlose öffentliche Transport verhelfe dem Großherzogtum zu diesem Spitzenplatz. Kopenhagen und Amsterdam folgen erneut auf dem zweiten und dritten Platz.

Reichtum und Lebensqualität

Laut Studie zieht sich das Thema „Wohnen“ nach wie vor wie ein roter Faden durch fast jede Diskussion über Lebensqualität. Demnach seien hohe Gehälter allein keine Garantie für ein komfortables Leben, da mancherorts Mieten praktisch den ganzen Verdienst aufzehren. Und auch: Die reichsten Städte seien nicht immer jene, an denen es sich am besten leben lasse.

Umso erstaunlicher mag es für die Einwohner Luxemburgs klingen, dass die Hauptstadt an dieser Stelle von der Studie positiv hervorgehoben wird, wo doch hierzulande 2025 fast jeder siebte Mensch mit dem Risiko von oder in Armut lebte.

Hohe Lebensunterhaltskosten

Die Studie bewertet die Lebensqualität der Städte anhand von acht Faktoren: Kaufkraft, Sicherheit, Gesundheitsversorgung, Lebensunterhalt, das Verhältnis von Immobilienpreisen zum Einkommen, Verkehrs- und Pendelzeit, Umweltverschmutzung und Klima.

57

Im Bereich der Lebensunterhaltskosten landet Luxemburg lediglich auf Platz 57

Die Stadt Luxemburg schneidet in den Bereichen Kaufkraft und Verkehrszeiten besonders gut ab und belegt jeweils den siebten Platz. Im „Pollution Index“ schafft es die Hauptstadt sogar auf Platz vier. Bei den Lebensunterhaltskosten gehört Luxemburg mit Platz 57 allerdings eher zu den Schlusslichtern. Gleich zwei Schweizer Städte landen hei am Tabellenende: Zürich (69) und Genf (68). Davor steht Tel Aviv (67).

Bei den Preisen pro Quadratmeter für eine Wohnung im Stadtzentrum schneidet Luxemburg nicht ganz so schlecht ab, wie man möglicherweise vermuten mag. Die Hauptstadt belegt hier lediglich den 14. Platz. Deutlich teurer seien beispielsweise Hongkong (1), Zürich (2) und Seoul (3). Beim Mieten einer Drei-Zimmer-Wohnung im Stadtzentrum landet Luxemburg auf dem 17. Platz der teuersten Städte. New York (1), Zürich (2) und San Francisco (3) führen die Tabelle an.

Luxemburg bietet beste Lebensqualität: So schneidet die Hauptstadt im internationalen Vergleich ab
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Preise pro Quadratmeter für eine Wohnung im Stadtzentrum

© Screenshot: Mapping the World‘s Prices

Luxemburg bietet beste Lebensqualität: So schneidet die Hauptstadt im internationalen Vergleich ab
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Mietpreis einer Drei-Zimmer-Wohnung im Stadtzentrum

© Screenshot: Mapping the World‘s Prices

Alte Annahmen, neue Realitäten

„Wenn es eine übergreifende Erkenntnis aus dieser zehnten Ausgabe von ‚Mapping the World’s Prices‘ gibt, dann ist es die, dass die globale Karte der Lebenshaltungskosten weniger durch einen einzelnen Schock als vielmehr durch die kumulative Wirkung von Währungen, Inflation, Wohnraummangel, Geopolitik und lang anhaltenden strukturellen Veränderungen neu gezeichnet wird“, schlussfolgern die Autoren der Studie. Ausgedrückt in US-Dollarn sehe die Welt heute ganz anders aus als beispielsweise noch 2012. Die alten Annahmen darüber, welche Orte teuer und welche günstig sind und wo die Löhne die Lebenshaltungskosten ausgleichen, würden nicht mehr immer zutreffen.

Die Studie hebt zwei Beispiele hervor: Lange kämpfte Tokio mit „extremen Lebensunterhaltskosten“. Doch inzwischen ist die japanische Hauptstadt eher im mittleren Bereich oder der unteren Hälfte vieler Preistabellen der Industrieländer wiederzufinden. Ganz am anderen Ende der Tabellen hat sich hingegen Tel Aviv als teures Pflaster herauskristallisiert.

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