Entlassungen bei Indorama in Steinfort
Gewerkschaften treffen sich kommenden Donnerstag mit Ministern
Das letzte Wort bei den Massenentlassungen im Zuge der Schließung des Indorama-Werks in Stenfort ist offenbar noch nicht gesprochen. Arbeitsminister Marc Spautz (CSV) und Wirtschaftsminister Lex Delles (DP) haben einem Treffen mit den Gewerkschaften OGBL und LCGB zugestimmt.
Mehr als 100 Arbeitsplätze sind durch die Indorama-Schließung bedroht Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Ein letzter Hoffnungsfunke für die Mitarbeiter des thailändischen Chemieunternehmens Indorama bleibt bestehen. Die Gewerkschaftsfront OGBL-LCGB steht mit ihnen in Kontakt – und trifft sich am kommenden Donnerstag mit Arbeitsminister Marc Spautz (CSV) und Wirtschaftsminister Lex Delles (DP), wie 100,7 am Freitag mitteilte.
„Es sollten alle Maßnahmen in Betracht gezogen werden, um die industrielle Tätigkeit im Land aufrechtzuerhalten“, sagte Ricardo Ribeiro vom LCGB in einem Interview mit dem Radiosender. Die beiden Minister seien der Bitte der Gewerkschaften um ein dringendes Treffen nachgekommen.
Mehr als 100 Arbeitsplätze bedroht
Indorama beendet seine Aktivitäten in Luxemburg, wie die Gewerkschaften am Mittwoch mitteilten. Mehr als 100 Arbeitsplätze sind durch die Schließung des Werks in Steinfort bedroht. Die Gewerkschaften nennen es „eine brutale Entscheidung“.
Auch Kritik von „déi Lénk“
Auch „déi Lénk“ kritisiert die Entscheidung des Unternehmens am Mittwoch in einem Presseschreiben. Indorama, mehrheitlich im Besitz der thailändischen Familie Lohia, habe 2025 einen Umsatz von knapp 12 Milliarden Euro erzielt. Den Standort in Steinfort zu schließen, sei demnach „eine willkürliche Entscheidung eines multinationalen Konzerns“.
Indorama Ventures ist ein thailändisches Chemieunternehmen, welches hauptsächlich Polyester herstellt. Zu den Produkten gehören unter anderem PET-Flaschen, Polyesterfasern und -garne. 2025 verzeichnete Indorama einen Umsatz von fast 12 Milliarden Euro und betrieb Standorte in mehr als 30 Ländern. (dr)