Internet-Shopping
Ab dem 1. Juli: Die Schnäppchen aus China werden teurer
Ab dem 1. Juli wird Online-Shopping auf Plattformen außerhalb der EU teurer. Ein neuer Zoll von wenigstens drei Euro pro Sendung tritt dann in Kraft. Dabei geht es unter anderem darum, eine strukturelle Benachteiligung europäischer Unternehmen zu beseitigen. Beim Lesen bitte aufpassen: Es gibt Zölle – und es gibt Steuern.
Neue Regeln im E-Commerce: Sendungen aus Nicht-EU-Ländern können, je nach Bestellung, spürbar teurer werden Foto: Administration des douanes et accises
Für Millionen Europäer war das Einkaufen auf Online-Plattformen wie Temu, Shein oder Aliexpress bisher preislich einfach zu verlockend. Doch das wird nicht so bleiben.
Ein bedeutender Faktor der günstigen Preise auf diesen Plattformen war eine Zollfreigrenze für Sendungen unter einem Wert von 150 Euro. Eingeführt worden war diese zum Ende des Jahres 2008. Zuvor waren nur noch kleinere Pakete, mit einem Wert von bis zu 22 Euro, von Einfuhrzöllen befreit. Hintergrund der Einführung im Jahr 2008 war vorwiegend die Überlegung, die Zollbehörden von dem bürokratischen Aufwand mit der wachsenden Zahl an kleinen Sendungen zu entlasten.