Eigenkapital zu hoch ausgewiesen
EZB bestraft die BIL mit 3,255 Millionen Euro
Die BIL hat zu erwartende Verluste nicht richtig verbucht und deshalb zu hohes Eigenkapital ausgewiesen. Die EZB reagiert mit einer Geldbuße.
Die Sonne scheint über der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main Foto: Boris Roessler/dpa
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat gegen die Banque Internationale à Luxembourg (BIL) eine Geldbuße von 3,255 Millionen Euro verhängt. Die Bank habe ihre von der EZB genehmigten internen Modelle vorsätzlich nicht angewendet, teilt die EZB mit. Dadurch wurde der erwartete Verlust für ausgefallene Forderungen gegenüber Privatkunden und Unternehmen falsch berechnet.
Die Folge: Über drei aufeinanderfolgende Quartale wies die BIL mehr Eigenkapital aus, als ihr zustand. Der Zeitraum reicht vom vierten Quartal 2023 bis zum zweiten Quartal 2024.