Illegale Einflussnahme

Cargolux muss 1,15 Millionen Euro Strafe zahlen

Das Bezirksgericht Luxemburg hat eine strafrechtliche Einigung zwischen der Staatsanwaltschaft und Cargolux bestätigt. Das Unternehmen muss insgesamt rund 1,15 Millionen Euro Strafe zahlen.

Cargolux Logo mit Text zur Einigung und Zahlung von 1,15 Millionen Euro an Staatsanwaltschaft

Hintergrund der Affäre sind Fälle von „trafic d’influence“ im Zusammenhang mit Aktivitäten von Cargolux in Gabun zwischen 2010 und 2015 Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Das Bezirksgericht Luxemburg hat am Mittwoch eine strafrechtliche Einigung zwischen der Staatsanwaltschaft und Cargolux bestätigt. Damit ist das Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Das Unternehmen muss eine „peine de confiscation et d’amende“ von rund 1,15 Millionen Euro zahlen, wie die Luxemburger Staatsanwaltschaft mitteilt.

Selbstanzeige löste Ermittlungen aus

Hintergrund der Affäre sind Fälle unzulässigen Handels mit Einfluss („trafic d’influence“, 248 § 2 des Strafgesetzbuchs) im Zusammenhang mit Aktivitäten von Cargolux in Gabun zwischen 2010 und 2015. Laut Staatsanwaltschaft meldete das Unternehmen die Vorgänge Ende 2015 bei den Behörden und erstattete Selbstanzeige. Daraufhin wurden Ermittlungen aufgenommen.

Das Verfahren konnte laut Staatsanwaltschaft auch deshalb durch eine gerichtliche Einigung abgeschlossen werden, weil Cargolux nach der Selbstanzeige seine internen Kontroll- und Compliance-Systeme sowie seine Corporate-Governance-Praktiken verbesserte und mit den Justizbehörden kooperierte. Dies seien Faktoren, „die bei der Beilegung von Strafverfahren berücksichtigt werden“.

Cargolux bestätigt Millionenstrafe

Cargolux bestätigte das Urteil am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Das Verfahren habe sich ausschließlich gegen das Unternehmen gerichtet und keine Einzelpersonen betroffen. Auswirkungen auf den laufenden Betrieb, die Kunden oder die erbrachten Dienstleistungen gebe es nicht. (les)

Article 248 du Code pénal: de la corruption et du trafic d‘influence

Sera punie d’un emprisonnement de six mois à cinq ans et d’une amende de 500 euros à 125.000 euros, toute personne qui sollicite ou reçoit, directement ou indirectement, des offres, des promesses, des dons, des présents ou des avantages quelconques ou en accepte l’offre ou la promesse, pour elle-même ou pour un tiers pour abuser de son influence réelle ou supposée en vue de faire obtenir d’une autorité ou d’une administration publiques des distinctions, des emplois, des marchés ou toute autre décision favorable.

Sera puni des mêmes peines quiconque propose ou donne à une personne, directement ou indirectement, des offres, des promesses, des dons, des présents ou des avantages quelconques, pour elle-même ou pour un tiers, ou en fait l’offre ou la promesse, pour que cette personne abuse de son influence réelle ou supposée en vue de faire obtenir d’une autorité ou d’une administration publiques des distinctions, des emplois, des marchés ou toute autre décision favorable.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Internet-Shopping

Ab dem 1. Juli: Die Schnäppchen aus China werden teurer