Luxemburg

Arbeitslosigkeit stagniert bei 6,3 Prozent – Zahl der Arbeitssuchenden steigt jedoch weiter

Die Zahl der Arbeitsuchenden in Luxemburg ist weiter gestiegen, während die Arbeitslosenquote stabil bleibt. Vor allem bei höher qualifizierten Personen und Nicht-Residenten zeigt sich eine deutliche Zunahme.

Arbeitsloser hochqualifizierter Facharbeiter in Büro mit Bewerbungsunterlagen, Fachkräftemangel und Arbeitsmarkt Thema

Besonders hochqualifizierte Arbeitskräfte sind weiterhin von Arbeitslosigkeit betroffen Foto: Editpress-Archiv/Isabella Finzi

Die Lage auf dem luxemburgischen Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin stabil, auch wenn die Zahl der Arbeitssuchenden erneut gestiegen ist. Nach aktuellen Statec-Zahlen der Arbeitsagentur lag die Arbeitslosenquote Ende Februar 2026 unverändert bei 6,3 Prozent.

Wie die ADEM am Freitag mitteilte, waren zum 28. Februar 21.038 in Luxemburg ansässige Personen als arbeitssuchend gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von 1.578 Personen beziehungsweise 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders stark betroffen von der Entwicklung am Arbeitsmarkt sind den Zahlen von Statec zufolge hochqualifizierte Arbeitskräfte. In dieser Gruppe stieg die Zahl der Arbeitssuchenden innerhalb eines Jahres um 16 Prozent.

Über alle Altersgruppen hinweg zeigt sich hingegen ein relativ einheitliches Bild: Sowohl bei den unter 30-Jährigen als auch in den Altersklassen von 30 bis 44 Jahren sowie ab 45 Jahren wurde jeweils ein Anstieg von rund acht Prozent verzeichnet.

Bei den gesuchten Berufsfeldern zeigt sich seit mehreren Monaten ein ähnliches Bild. Vor allem Tätigkeiten im Sekretariat, in der IT sowie im Rechnungswesen sind von steigenden Arbeitslosenzahlen betroffen. Genau in diesen Berufsfeldern ist die Nachfrage gleichzeitig rückläufig. Die bei der ADEM gemeldeten offenen Stellen in der Buchhaltung, im Sekretariats- und Assistenzbereich, in der IT sowie im Ausbaugewerbe verzeichneten im Jahresvergleich die stärksten Rückgänge.

Generell zeigt sich bei den Stellenangeboten auch im vergangenen Monat ein weiterer Rückgang. Arbeitgeber meldeten im Februar 3.371 offene Stellen, 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Bestand an verfügbaren Stellen ist zudem weiter rückläufig: Mit 6.810 offenen Posten lag er 5,4 Prozent unter dem Wert von Februar 2026.

Starker Anstieg bei nicht in Luxemburg wohnenden Arbeitsuchenden

Die Dynamik bei den Neuanmeldungen blieb moderat. Im Februar registrierten sich 2.553 in Luxemburg ansässige Personen neu als arbeitssuchend – ein leichter Anstieg von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Rückläufig entwickelte sich hingegen die Zahl der in Luxemburg ansässigen Bezieher von Arbeitslosengeld. Ende Februar erhielten 10.234 Personen diese Unterstützung, was einem Rückgang von 9,7 Prozent binnen eines Jahres entspricht. Gleichzeitig stieg die Zahl der Personen im beruflichen Wiedereingliederungsstatus, die eine Wart- oder Übergangsentschädigung beziehen, um 7,7 Prozent auf 1.632.

Ein deutlicher Zuwachs ist zudem bei den nicht in Luxemburg ansässigen Arbeitssuchenden zu beobachten. Ihre Zahl erhöhte sich binnen eines Jahres um 24,5 Prozent auf 4.246 Personen. Mehr als die Hälfte von ihnen (56,8 Prozent) verfügt über einen Status im Rahmen einer externen beruflichen Umschulung und hat somit Anspruch auf finanzielle Unterstützung. In dieser Gruppe betrug der Anstieg 10,9 Prozent im Jahresvergleich.

Besonders stark fiel der Anstieg bei den Nicht-Einwohnern aus, die sich freiwillig und ohne Anspruch auf finanzielle Unterstützung bei der ADEM registrieren. Mit 1.834 Personen lag ihr Anteil bei 43,2 Prozent aller nicht ansässigen Arbeitssuchenden. Der Anstieg der Zahl der Personen dieser beiden Kategorien ist mit 48,5 Prozent im Jahresvergleich „weiterhin besonders ausgeprägt“, schreibt das Arbeitsamt.

Auch bei den Neueinschreibungen zeigt sich diese Dynamik: 904 Nicht-Einwohner meldeten sich im Februar als arbeitssuchend, was einem Anstieg von 21,7 Prozent entspricht.

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