EuroMeet

Zwei weitere Landesrekorde: Emma Barthel schlägt wieder zu

Von einer kleinen persönlichen Enttäuschung am Freitag ließ sich Emma Barthel nicht beirren und meldete sich am Samstag und Sonntag beim EuroMeet umso beeindruckender zurück. Gleich zwei neue Landesrekorde gehen dann auch auf das Konto der 15-Jährigen, die sich einen Kindheitstraum erfüllt.

Emma Barthel schwimmt beim EuroMeet und bricht zwei Landesrekorde für FLNS in einem Wettkampf

Emma Barthel schwamm beim diesjährigen Euro Meet als einzige FLNS-Athletin nicht nur einen, sondern gleich zwei Landesrekorde Foto: Editpress/Melanie Maps

Sie ist gerade einmal 15 Jahre alt und in den letzten Monaten zum Shootingstar des luxemburgischen Damenschwimmens avanciert. Nachdem sie im Dezember schon mit Landesrekorden auf sich aufmerksam gemacht hatte, legte Emma Barthel am Wochenende auf Kirchberg nach. Am Samstag schwamm die junge Athletin, die ganz frisch in den Promotionskader des COSL aufgenommen wurde, im B-Finale eine neue nationale Bestmarke über 200 Meter Brust (2:34.58). Auch am Sonntag zeigte Barthel, welche Reife sie bereits für ihr junges Alter besitzt, und stellte im B-Finale über 200 Meter Lagen einen weiteren Landesrekord auf (2:19.99). In den beiden „kleinen Finals“ schwamm sie dann auch ganz vorne mit und holte einmal einen zweiten und einmal einen dritten Rang.

„Mich enttäuscht eigentlich nicht, das ich es noch nicht in ein A-Finale geschafft habe. Der Druck ist hier automatisch auch höher. Lieber im kleinen Finale vorne mitschwimmen und eine vordere Platzierung holen als dort Letzte zu werden“, meinte Barthel, die mit einer so starken Zeit am Sonntag gar nicht mehr gerechnet hatte. „Ich muss zugeben, dass ich schon ziemlich müde war und auch nicht das Gefühl hatte, dass ich so schnell unterwegs war. Samstag war doch schon ziemlich anstrengend.“

Jetzt auf einem guten Niveau zu sein und hoffentlich noch besser zu werden, ist unglaublich, denn das war schon immer mein Traum

Emma Barthel

Das Euro Meet hatte für die 15-Jährige übrigens mit einer kleinen Enttäuschung begonnen, denn für die 400 Meter Lagen zu Beginn hatte sie sich am Freitag eigentlich mehr erhofft, obwohl sie auf dieser Distanz ihre zweitschnellste Zeit geschwommen ist. „Ich will immer mehr“, meint sie lachend und ist dann auch Coach Christophe Audot sehr dankbar, denn ein Gespräch mit ihm gleich nach dem Rennen hat sie schnell wieder aufgebaut. „Er versteht es, mich sofort wieder aufzumuntern, und so konnte ich mich am Samstag wieder komplett auf mein Rennen konzentrieren.“ Auf ihre persönliche Bilanz am Sonntag angesprochen, gibt sie sich dann lachend 30 von 20 möglichen Punkten.

Wie die Vorbilder

Mit dem Druck, der vor so einem großen Heimmeeting herrscht, kommt die junge Schwimmerin inzwischen immer besser zurecht. „Im Januar ist auch immer Prüfungszeit in der Schule. In diesem Jahr habe ich beides besser kombiniert bekommen, meine Noten waren dieses Mal auch gut. Vor einem Jahr war es schon mental noch ziemlich schwierig, dies alles hinzubekommen.“

Emma Barthel gehört zu der jungen Generation an Schwimmerinnen, die nach dem Weggang von Julie Meynen und Monique Olivier langsam aufgebaut wurden und nun nach und nach in deren Fußstapfen treten. Beide waren in ihrer Kindheit große Vorbilder. So schreibt Olivier ihr nach jedem Rekord, den Barthel ihr wegschnappt, immer ein paar liebe persönliche Worte. Auch mit Meynen unterhält sich die 15-Jährige sich oft. „Es ist schon beeindruckend. Als ich klein war, habe ich immer davon geträumt, so gut zu werden wie Julie. Jetzt auf einem guten Niveau zu sein und hoffentlich noch besser zu werden, ist unglaublich, denn das war schon immer mein Traum.“

Wo die Reise von Emma Barthel sportlich noch hinführt, ist nicht bekannt, eine große Entwicklungsspanne hat sie noch, wie auch Trainer Audot bestätigt. Im Sommer wird sie auf jeden Fall zur EM nach Paris fahren. Dafür hatte sie Ende 2025 schon die Norm erreicht. „Paris ist wirklich jeden Tag in meinem Kopf“, freut sich das junge Talent auf ihre erste EM bei den Großen. Beim Euro Meet hat sie das heimische Publikum auf jeden Fall schon mal beeindruckt.

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