Damen-Basketball

Esch fügt Düdelingen erste Saisonniederlage zu

In 14 Saisonspielen konnte der T71 seine weiße Weste wahren. Ausgerechnet eine Woche vor dem Pokalfinale musste Düdelingen am Wochenende nun aber gegen Basket Esch seine erste Niederlage einstecken. Und dabei lag der T71 kurz vor der Pause schon deutlich im Vorteil. Doch die Gäste erzielten in der zweiten Hälfte ganze 51 Punkte und drehten ein längst verloren geglaubtes Spiel. Dank dieser Reaktion überholt Esch Steinsel und springt auf den wichtigen vierten Rang.

Svenia Nürenberg und Team von Düdelingen bereiten sich auf Pokalspiel vor, um starke Reaktion am Wochenende zu zeigen

Svenia Nürenberg und Düdelingen wollen am kommenden Wochenende im Pokal ein Reaktion zeigen Foto: Editpress/Fernand Konnen

Jetzt hat es Tabellenführer Düdelingen doch erwischt. Und dies in einem unerwarteten Augenblick. Obwohl Basket Esch dem T71 im ersten Aufeinandertreffen der Meisterschaft eine Verlängerung abgetrotzt hatte, sah es am Samstag nicht nach einem Ausrutscher des souveränen Leaders aus. Mit viel Elan eröffnete Düdelingen die Partie, führte ganz schnell mit 8:0, beeindruckte mit seiner Spielweise und baute seinen Vorsprung konstant aus. Irgendwie logisch, denn die Gäste wirkten leblos ohne ihre angestammte Spielmacherin Katia Jemming und ohne ihren Coach Vincent Gevrey. Als Düdelingen zwei Minuten vor der Halbzeitpause mit 20 Punkten (41:21) in Front lag, fragte man sich nur, wie groß der Punkteunterschied beim Spielende sein würde. Der Sieger der Begegnung schien festzustehen.

Aber nach dem Seitenwechsel zeigte Esch eine ganz andere Körpersprache. „Wir hatten überhaupt kein Selbstvertrauen in der ersten Halbzeit“, so Kapitänin Tatiana Likhtarovich. „In der Pause haben wir uns gesagt, dass die Mannschaft sich nicht nur auf eine Spielerin oder den Coach konjugiert. Wir haben uns vorgenommen, Basketball zu spielen und Spaß zu haben. Und das haben wir total umgesetzt. Dies ist ein ganz wichtiger Erfolg für uns und wir werden uns ganz auf unser Ziel, das Erreichen des vierten Platzes, konzentrieren.“

Mit einer veränderten Einstellung kam Esch innerhalb von sechs Minuten wieder auf Schlagdistanz (46:43) und konnte dank drei Distanzwürfen vor dem letzten Viertel ausgleichen (55:55).

Wechsel des Momentums

Das Momentum wechselte ins Gästelager und fünf Minuten vor Schluss erzielte Nibbelink die erste Escher Führung (67:68). Düdelingen versuchte dagegenzuhalten, aber Esch wollte diesen Erfolg viel mehr.

Svenia Nürenberg versuchte sich in einer Ursachenforschung. „Irgendwie hat die Spannung bei uns nach der Pause gefehlt. Uns haben einige Wechsel gefehlt und in der Defensive haben wir schlecht kommuniziert. Dies ist vielleicht die Reaktion auf eine gestörte Trainingswoche, mit einer kranken Amerikanerin und der Armverletzung von Beatriz (Gomes). Bei uns hat eben nicht alles so funktioniert wie üblich. Jetzt gilt es die richtige Reaktion zu finden vor dem wichtigen Pokalspiel.“ Die volle Konzentration liegt bei den Düdelingerinnen also auf der Verarbeitung dieser ersten Niederlage.

Statistik

Düdelingen - Esch 76:81 (43:30)

Viertel: 22:14, 21:16, 12:25, 21:26

Düdelingen: Van Kleunen 25, Mreches 15, Winton 13, Nürenberg 11, Gomes 10, Wies 2, Jemming 0, Schroeder 0, Schalbar 0.

Esch: Nibbelink 26, Likhtavorich 24, Jaksic 10, Fonseca 9, Coulon 7, Burgund 5, M. Chaumont 0, Wallenborn 0

Schiedsrichter: Muller/Adomenas

Bartringen - Steinsel 96:72 (51:39)

Viertel: 30:22, 21:17, 28:14, 17:19

Bartringen: Quezada 23, King 22, Torresani 18, Mersch 10, Yoerger 8, Havé 5, Feyder 4, Liska 3, Wolf 3, Hagen 0, Rasolofo 0

Steinsel: Harvey-Carr 16, Ramos 15, Wittwer 9, Geniets 8, Stoffel 7, KJ Missavage 7, Gloden 9, Gruskovjnak 2, Leveling 2, K. Missavage 0, Mangen 0

Schiedsrichter: Kaminskas/Mannes

Contern - Musel Pikes 87:82 (39:38)

Viertel: 21:20, 18:18, 24:21, 24:23

Contern: Walsh 28, Skirjelj 25, Petrova 13, Kulesza 11, Lavandier 10. J. Alliaume 0, Heck 0

Musel Pikes: Farmer 26, Pana 20, Nilles 17, Weber 11, Fischer 5, Leches 3

Schiedsrichter: Colella/Neves Ferreira

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