Volleyball
Steinfort greift den Titel an
Die Steinforter Volleyball-Damen empfingen am Samstag Bartringen in einem Spiel, das für den Gast ohne jeglichen Einsatz war. Man hat schon länger mit dem Play-off abgeschlossen. Steinfort musste allerdings die drei Punkte einfahren, um Walferdingen auf Distanz zu halten und seinen dritten Platz zu sichern.
Noémie Erpelding und Steinfort hatten keine Probleme gegen Bartringen Foto: Editpress/Jeff Lahr
Schon vor dem Spiel machten die Neuigkeiten in puncto eventuellem Forfait-Sieg von Steinfort im Spiel gegen Mamer vom vergangenen Samstag die Runde. Der Verband hat beschlossen, das Resultat – 3:2 für Steinfort – zu validieren, da die Reglemente von transferierten Spielern auf dem Spielfeld zu ungenau seien. Steinfort seinerseits hat von einem Gang vor das Verbandsgericht abgesehen, da man sich wenig Hoffnung macht, recht zu bekommen. Damit ist dieser Fall ad acta gelegt.
Steinfort trat gegen Bartringen ohne die leicht verletzte Alexandra Dascalu an, die man schonen wollte. Julie Erpelding übernahm ihre Position. Bei Bartringen war Sarah Wolff studienhalber abwesend. Die Kapitänin Isabelle Frisch stellte sich, obwohl erkrankt, in den Dienst der Mannschaft. Den besseren Start erwischte Steinfort, dank einer befreit aufspielenden Eline Delcourt. Ihre Leichtigkeit in Angriff und Verteidigung konnte sie über die vollen drei Sätze halten. Bei 3:7 nahm der Bartringer Coach Georgi Sabchev eine Auszeit. Doch er fand wohl nicht die richtigen Worte, denn sein Team kam weiterhin nicht richtig ins Spiel. Zweite Auszeit bei 4:12: Nun konnte Bartringen kurze Zeit mithalten. Dann startete Steinfort den Endspurt und beendete den ersten Satz mit 25:13.
Bartringen nahm den Flow mit in den zweiten Satz. Schon schnell musste Sabchev eine Auszeit nehmen (1:6). Sein Team spielte zu diesem Zeitpunkt relativ unglücklich und daran änderte sich auch kaum was. Zweite Auszeit bei 2:10: Bei Bartringen war endgültig der Wurm drin. Und doch erholte man sich wieder ein wenig (10:21). Der besten Spielerin auf dem Feld, Delcourt, war es gegönnt, den zweiten Satz mit einem Angriff mit 25:12 abzuschließen.
Dascalu mit einer einzigen Auszeit
Zu Beginn des dritten Satzes hatte sich dann Bartringen gefangen und gestaltete das Spiel auf Augenhöhe, ging sogar mit 8:7 in Führung und verleitete den gegnerischen Coach Pompiliu Dascalu zu seiner einzigen Auszeit im ganzen Spiel. Und diese fruchtete auch gleich, denn sein Team übernahm wieder die Führung. Bei 8:11 nahm dann Sabchev seinerseits eine Auszeit. Und auch er fand wohl die richtigen Worte. Bei 13:14 war Bartringen wieder dran. Dann drehte Steinfort wieder auf, erhöhte den Druck konsequent und Sabchev zog seine zweite Auszeit (13:17). Nun war Steinfort wieder Herr auf dem Spielfeld und hatte nur wenig Mühe das Spiel mit 3:0 für sich zu entscheiden.
Der erste Schritt Richtung Angriff auf den diesjährigen Titel ist damit getan. Steinfort ist das Team, das momentan am besten dreht: Sogar die Abwesenheit ihrer Topscorerin Alexandra Dascalu fiel zu keinem Moment auf, so gut verkaufte sich der Rest der Mannschaft. Die weiteren Anwärter auf den Titel, vor allem Mamer und Gym, sollten sich nicht zu sicher sein.
Im direkten Aufeinandertreffen dieser beiden am Samstag war es Gym, das nach fünf harten Sätzen die Oberhand behielt. Doch der Zähler hätte genauso gut in die andere Richtung ausschlagen können.
Statistik
Steinfort - Bartringen 3:0 (25:13, 25:12, 25:18)
Steinfort: Paladino (10), N. Erpelding (4), S. Dascalu (8), J. Erpelding (9), Delcourt (14), Giacomino (2), Libero: Beffort, Auswechselspielerinnen: Franck (2), Kremer
16 Mannschaftsfehler
Bartringen: Zuieva (7), Frisch (8), Vlasova (2), Lommel, Mipoka (5), Rusich (3), Libero: Constantin, Auswechselspielerinnen: Olliges (2)
26 Mannschaftsfehler