Cyclocross-WM

Zehnte zur Premiere: FSCL-Staffel mit solidem Auftritt in Hulst

Die FSCL-Auswahl hat das Staffel-Rennen der Cyclocross-WM in Hulst am Freitag als Zehnte beendet. Es war das erste Mal, dass eine luxemburgische Mannschaft bei diesem Wettbewerb an den Start ging. Der Titel ging an die Niederlande.

Lennox Papi wechselt beim Basketballspiel auf Spielerin Marie Schreiber auf dem Spielfeld

Lennox Papi beim Wechsel auf Marie Schreiber Foto: Editpress/Pascal Gillen

Eine spürbar ausgelassene Stimmung herrschte am Freitagnachmittag im Lager des luxemburgischen Radsportverbands kurz nach dem Ende des Staffel-Rennens. Während sich die letzten Athleten noch auf der Rolle ausfuhren, lief Nationaltrainer Jempy Drucker mit einem Grinsen von Fahrerin zu Fahrer. „Es war ein großartiger Wettbewerb“, sagte Drucker. „Es gab so viel Bewegung im Rennen, ständige Positionswechsel. Für uns war es sehr aufregend, dabei zu sein. Und ich meine, wir haben uns gut geschlagen.“

Am Ende steht für die luxemburgische Mannschaft bei der Premiere in der Staffel ein zehnter Platz zu Buche. „Ich glaube, dass wir auf dem Platz sind, den wir uns verdient haben“, sagt Drucker. „Selbst wenn du die Startreihenfolge veränderst, würde das nichts an unserer Platzierung verändern. Jeder gibt alles und am Ende wird ungefähr die gleiche Zeit dabei herauskommen.“

Ungewohnte Anstrengung

Den Start machte Loïc Bettendorff. Er fuhr als Siebter in die Wechselzone und übergab an Liv Wenzel. „Ich habe Loïc an den Start gestellt, weil ich die anderen motivieren wollte. So waren wir im Rennen, haben die Spitze noch gesehen und das war gut für die Moral“, so der Nationaltrainer.

Während ganz vorne die großen Nationen Niederlande, Italien, aber auch die Slowakei das Tempo bestimmten, kämpfte Luxemburg um die Platzierungen unter den ersten zehn. Liv Wenzel schickte anschließend Junior Ben Koenig ins Rennen, der wiederum an Juniorin June Nothum übergab. „Es war hart und sehr ungewohnt, mit den steilen Bergauf- und Bergab-Passagen“, sagte Nothum. „Das Niveau ist hoch und dazu kommt, dass man gegen das andere Geschlecht und andere Kategorien fährt. Es war auch ungwohnt, nur ene Runde so schnell es geht zu fahren. Ich bin aber zufrieden, ich habe alles gegeben, was ich hatte.“

Papi macht Platz gut

Als Elfter ging dann Lennox Papi, der vorletzte luxemburgische Starter, ins Rennen. Er konnte den Wettkampf kurz vor dem Spanier Benjamin Noval aufnehmen, der bei den Junioren zu den Favoriten auf den WM-Titel gehört. „Er ist wirklich gut. Ich konnte mich an ihn dranhängen. Ich denke, dass das mir etwas geholfen hat“, sagte Papi. Zwar musste er den Spanier ziehen lassen, überholte jedoch zwei Nationen und machte so einen Platz gut. „Ich hatte noch nie eine Runde ‚à bloc‘ gemacht. Es war härter, als ich dachte.“

Als Zehnter schickte Papi schließlich Marie Schreiber ins Rennen, die den Wettbewerb auch auf dem zehnten Platz beendete. Immerhin ließ das FSCL-Aufgebot damit die USA, Japan und Dänemark hinter sich. Ganz vorne jubelten die Niederlande über WM-Gold, Italien wurde Zweiter und Frankreich Dritter. Die Sieger des vergangenen Jahres aus Großbritannien mussten sich mit Rang vier zufriedengeben.

„Nur glückliche Gesichter“

„Insgesamt war es wirklich cool, dabei zu sein“, resümierte Christian Helmig, Technischer Direktor der FSCL. „Wir wollten hier auch mitmachen, um den Teamgeist noch mal zu fördern. Ich glaube, dass sich alle Fahrer voll reingekniet haben, und dadurch ist eine Dynamik entstanden. Am Ende haben wir hier nur glückliche Gesichter und das Ergebnis ist absolut in Ordnung, auch wenn es zweitrangig ist.“

Helmig zieht somit ein durchweg positives Fazit und blickt optimistisch in die Zukunft. „Es ist keiner gestürzt, niemand hatte Probleme, das ist schon mal gut. Von der Logistik können wir vielleicht noch Dinge verbessern. Aber insgesamt ist es ein gutes Zeichen von uns, hier eine Mannscahaft zu stellen. Es ist für uns schwieirg, in sechs Alterskategorien Fahrer zu finden. Aber eine solche Teilnahme kann auch andere Sportler für die nächsten Jahre motivieren. Für das erste Mal war das hier völlig in Ordnung.“

June Nothum und die FSCL-Staffel wurden Zehnte

June Nothum und die FSCL-Staffel wurden Zehnte Foto: FSCL/Hugo Barthélemy

Im Überblick

Cyclocross-WM in Hulst, Team-Staffel:
1. Niederlande (Guus van den Eijnden, Delano Heeren, Isis Versluis, Leonie Bentveld, Shirin van Anrooij, Tibor del Grosso) in 47:06 Minuten
2. Italien (Filippo Grigolini, Stefano Viezzi, Sara Casasola, Elisa Ferri, Giorgia Pellizotti, Filippo Fontana) +0:16 Minuten
3. Belgien (Fleur Moors, Kay de Bruyckere, Julie Brouwers, Jari Van Lee, Zita Peeters, Niels Vandeputte) 0:37
4. Großbritannien 0:41, 5. Frankreich 0:47, 6. Tschechien 1:53, 7. Spanien 1:53, 8. Kanada 2:47, 9. Slowakei 2:55, 10. Luxemburg (Loïc Bettendorff, Liv Wenzel, Ben Koenig, June Nothum, Lennox Papi, Marie Schreiber) 3:18, 11. USA 3:58, 12. Japan 4:17, 13. Dänemark 4:30

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