Reitsport
„Réiser Päerdsdeeg“: Fit für die Zukunft werden
Die „Réiser Päerdsdeeg“ werden 2026 nicht in gewohnter internationaler Form stattfinden. Das steht bereits seit vergangener Woche fest. Am Montag erklärten die Veranstalter die Absage. Das Turnier und vor allem das Herchesfeld sollen für die Zukunft fit gemacht werden.
Reiter und Pferde sollen noch bessere Bedingungen bekommen Foto: Paul Krier/lsn.sarl
„Wir müssen an die Zukunft denken“, sagte Organisationschef François Thiry vom „Cercle équestre de Luxembourg“ eingangs der Pressekonferenz am Montag in Hesperingen.
Konkret bedeutet dies: Das Turnier muss gewappnet sein, um sich gegen die Konkurrenz aus dem Ausland durchsetzen zu können. Das Herchesfeld selbst soll umwelt- und pferdefreundlicher und bei Wetterextremen widerstandsfähiger sein. In der Vergangenheit kam es unter anderem in den Pferdeboxen bei Niederschlägen zu Überschwemmungen und Schlammaufkommen. Ein Zustand, den die Pferdebesitzer nicht freute. „Wir sind froh mit den Pferden und müssen das auch zeigen“, so Thiry weiter. Während der „Réiser Päerdsdeeg„ sind rund 350 bis 400 Pferde in den Boxen untergebracht.
Auf dem Hauptreitplatz wird das Gefälle angepasst. Auch um den Wasserverbrauch deutlich zu reduzieren. Das Wasser, um den Platz zu bewässern, soll in Zukunft ausschließlich aus dem Regenbecken gespeist werden. Das Gefälle wird aber auch geglättet, um auf die Wünsche der Reiter einzugehen. „Wir müssen diesen Weg gehen, um die Qualität zu steigern. Die Konkurrenz im Reitsport schläft nicht. Es gibt viele internationale Turniere im Ausland“, so Thiry.
Das Projekt braucht Zeit und wird nicht in wenigen Monaten in die Tat umgesetzt werden können. „Wir hoffen, dass wir 2027 bereit sind“, sagt Thiry. Derzeit befindet sich das Projekt in der finalen Ausarbeitung. Die Veranstalter hoffen auf die Unterstützung durch das Umwelt- und das Sportministerium sowie auf die nötigen Genehmigungen, um in dieser Grünzone Veränderungen vornehmen zu dürfen. Die Hilfe der Gemeinde Roeser spielt dabei eine wichtige Rolle.
Nach diesen Veränderungen soll das Event fit für die nächsten „20 bis 30 Jahre“ sein und wieder internationale Klasse nach Luxemburg locken.
Auf dem Herchesfeld wird im Sommer trotzdem geritten. Es wird zwar kein CSI-Tunier („Concours de saut international“) stattfinden, dafür zwei nationale Turnierwochenenden im Juni. 2027 soll es dann weiter mit dem prestigereichen Turnier gehen, das bereits seit 1992 ausgetragen wird.