Basketball
Racing - Musel Pikes: Drittes Viertel war ausschlaggebend
Der Racing sicherte sich gegen die Musel Pikes einen wichtigen Sieg im Kampf um einen Platz in den Play-offs. Im dritten Viertel legte der Aufsteiger, der durch Teamgeist überzeugte, den Grundstein zum späteren Sieg. Antonio Bivins war nicht zu bremsen: Der Racing-Profi schaffte ein Triple-Double (43 Punkte, zehn Rebounds und zehn Steals).
Der Mann, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte: Antonio Bivins Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Nach dem 15. Spieltag steht der Racing auf dem achten Tabellenplatz mit einem Punkt Vorsprung auf Mamer und die Kordall Steelers. Auf die Musel Pikes wurde der Abstand nicht nur auf zwei Punkte vergrößert, sondern der Racing sicherte sich auch noch den direkten Vergleich (die Moselaner gewannen 91:85 im Hinspiel).
Somit hatte der Racing nach Spielende gleich doppelten Grund zur Freude: „Es war ein „Must-Win“ für uns und das Ziel war, mit einer Differenz von mehr als sieben Punkten zu gewinnen. Wir haben eine tiefe Bank, weshalb sich viele Auswechselmöglichkeiten ergeben. Im dritten Viertel spielten wir mit Energie und konnten uns absetzen. Das war der Schlüssel zum Erfolg“, erklärte Louis Soragna, dessen Team Einsatz zeigte: „Ziel ist es, sich auf jeden Ball zu werfen, um die 50/50-Bälle für sich zu entscheiden. Viele von uns lagen auf dem Boden ... Das bedeutet, dass wir mit dem Einsatz zufrieden sein sollten“, sagte Soragna mit einem Lachen.
Es waren allerdings die Musel Pikes, die besser aus den Startlöchern kamen und in den Anfangsminuten das Tempo diktierten. Nach knapp sechs Minuten hatten sich die Gäste unter dem Impuls von Oth, der die ersten sieben Punkte seines Teams erzielte, und Key sich einen Vorsprung von elf Zählern herausgespielt (8:19).
Die Antwort der Gastgeber ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Hilger und Co. reagierten mit einem 15:2-Lauf und bauten im zweiten Viertel die Führung auf sieben Punkte aus (35:28). Zur Pause gestaltete sich die Partie allerdings wieder ausgeglichen. Bis zur 25. Minute blieb es spannend, ehe der Racing, angeführt von Bivins, aufdrehte. Mit einem 14:0-Lauf setzte man ein Zeichen (69:53).
„Bivins nicht unter Kontrolle“
Im letzten Viertel bauten die Gastgeber diesen Vorsprung sogar bis auf maximale 21 Punkte aus (85:64, nach 35‘). Die Vorentscheidung schien somit gefallen, doch der Aufsteiger schaltete in der Folge einen Gang zurück, während die Moselaner, die druckvoller in der Defensive agierten, noch nicht aufgegeben hatten: Sanna, Oth und Co. und starteten eine regelrechte Aufholjagd.
Bis auf acht Zähler kam man heran (87:79), zu mehr sollte es jedoch nicht reichen, denn Lanners konterte mit einem Dreier (90:79, noch 41‘‘), sodass die Musel Pikes die elfte Niederlage in Folge kassierten. „Das dritte Viertel war ausschlaggebend. Sofort nach der Pause leisteten wir uns zu viele dumme Ballverluste. Zudem lief der Racing einen Schnellangriff nach dem anderen und wir hatten Bivins nicht unter Kontrolle. Die Energie war im letzten Viertel zwar wieder vorhanden, doch es gilt, die Fehler aus dem dritten Viertel nicht mehr zu wiederholen“, erklärte ein enttäuschter Sam Streef.
Statistik
„T“-Bestnote: Antonio Bivins (Racing Luxemburg)
Viertel: 23:22, 21:22, 29:15, 19:23
Racing: Bivins 43, Temple 13, Whitfield 9, Hilger 9, Loncaric 6, Lanners 6. Soragna 6, Caruso 0, Keller 0, Bouttet 0
Musel Pikes: Oth 18, Key 16, Streef 13, Welter 13, Robinson 12, Sanna 6, Kerschen 4, Hartz 0, Macalou 0
Schiedsrichter: Glod/Hermann/De Mora Martin
Zuschauer: 100 zahlende