Handball

Der Pokalsieger mit dem längeren Atem: Berchem besiegt Käerjeng

Berchem bleibt nach einem hart umkämpften Offensivspektakel im Rennen um eine erfolgreiche Pokalverteidigung. Käerjeng blieb bis in das letzte Spieldrittel auf Augenhöhe mit den favorisierten Gästen, die in der laufenden Meisterschaftsrunde die direkten Duelle zweimal klar für sich entscheiden konnten. Ab der 45‘ pendelte sich der Berchemer Vorsprung bei vier bis fünf Toren ein; den Sack definitiv zu machten Guden und Co., als sie eine Zeitstrafe gegen Ahossi nutzten, um mit einem Dreierpack von Guden, Scheid und Scott Meyers, der ins leere Tor traf, davonzuziehen.

Dan Scheid und HBK jubeln gemeinsam nach dem Einzug ins Pokal-Halbfinale im Handballspiel

Dan Scheid und der HCB feierten den Einzug ins Pokal-Halbfinale Foto: Editpress/Gerry Schmit

Marko Stupar hob nach Spielende den besonderen Charakter eines K.o.-Spiels hervor und war froh, dass sich seine Mannschaft „durchgekämpft hat. Käerjeng hat uns viel abverlangt. In puncto Kampf, Taktik, dem Läuferischen bis hin zu den Würfen war alles präsent. Die Zuschauer haben ein schönes Angriffsmatch gesehen.“ Sein Käerjenger Trainerkollege Ben Schuster bedauerte die aufgrund der Ausfälle fehlende Kaderbreite. „Zu viele Lasten lagen auf zu wenigen Spielern. Die Spieler waren kämpferisch einwandfrei. Leider hat hinten der Torhüter ein bisschen gefehlt.“ Am Ende waren laut Schuster Details entscheidend. Jetzt fokussiere man sich auf die AXA League und ganz besonders auf das Spiel in Diekirch am 5. Februar.

Der HBK-Trainer sprach von einem Finale um einen Platz in der Titelgruppe. „Es geht für uns um ‚do or die‘. Keiner will in den Play-down.“ Beide Teams traten ersatzgeschwächt an, auf Berchemer Seite fehlten gleich sechs Kaderspieler, unter anderem der erkrankte Yann Hoffmann. Es ging gleich zügig los „um Dribbel“. Die zwei Teams suchten möglichst schnell den Weg zum gegnerischen Tor. Kouni war omnipräsent am Kreis und entzog sich regelmäßig der Bewachung von Ervacanin und Vrgoc. Jokic startete mit Erfolg quirlige Sololäufe aus der zweiten Reihe und brachte seine Farben kurz vor dem Seitenwechsel mit seinem siebten Tor zum 18:17 (zum letzten Mal) in Front. Berchem übernahm nach dem Dreh die Führung. Käerjeng blieb aber dran. In der 38’ schaffte erneut Jokic solitär den Anschluss (23:24), wenig später Ahoussi antrittsschnell ebenfalls (24:25). In Unterzahl spielend, vergrößerte Guden die Torspanne zunächst auf vier Tore (43’) und machte dann mit seinem dritten Siebenmeter zum 27:32 den Weg frei für den Einzug ins Final Four.

Statistik

Käerjeng: Serasset (1-26‘, 30-44‘, 4 Paraden), Dörr (26-30‘, 44-49‘, 1 P.), Bernard (49-60‘, 3 P., davon 1 7m) - Ahossi 6, Darnois 3, Karamehmedovic 3/1, Jokic 9, Hodzic 1, Veidig 2, Kouni 8, Philippart 4, Ferreira, Back, Pamart, Di Nicola
Berchem: K. Meyers (1-38‘, 5 P.), S. Meyers (38-60‘, 2 P., davon 1 7m, 1) - Castilla, Guden 8/3, Mitev, Stein, C. Brittner 4, B. Brittner 1, Vrgoc 4, Mousel 4, Scheid 10, T. Wener, Ervacanin 4, Biel 3, Ciota 2, Georges
Schiedsrichter: Bierchen, Lentz
Siebenmeter: Käerjeng 3/1 - Berchem 3/4
Zeitstrafen: Käerjeng 5 - Berchem 3
Zwischenstände: 5‘ 4:2, 10‘ 6:6, 15‘ 7:9, 20‘ 11:12, 25‘ 13:13, 30‘ 18:18, 35‘ 20:21, 40‘ 25:26, 45‘ 27:30, 50‘ 29:34, 55‘ 34:40
Zuschauer: 150 (geschätzt)

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