Basketball

Steinsel beklagt zwei Verletzte bei Heimsieg

Kein berauschendes Spiel erlebten die Zuschauer am Samstag in Steinsel. In den beiden Auftaktvierteln hielten sich die Kontrahenten zwar in etwa die Waage, danach nahm Steinsel unter dem Impuls von FLBB-Kapitän Alex Laurent das Heft jedoch konsequent in die Hand.

Mann mit verwaschener Kleidung und verschwommenem Gesicht, symbolisch für einen intensiven Auftritt mit bleibenden Spuren

Der Auftritt könnte Spuren hinterlassen haben Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Schon nach einigen Spielzügen war offensichtlich, dass in diesem Aufeinandertreffen kein Schönheitspreis verliehen werden würde. Kampf um jeden Ball war angesagt – dies umso mehr, da einige Akteure ihre Bestform vermissen ließen. Schnell war klar, dass kein schneller und offensiver Basketball auf der Tagesordnung stand.

„Mamer ist kein angenehmer Gegner, denn sie geben immer hundert Prozent. Sie investieren viel, um den offensiven Rebound zu gewinnen. Da lässt man einiges an Energie liegen, und so kommt dann eine solche erste Halbzeit zustande wie heute“, so die Analyse von Alex Laurent, der sein Team besonders in der zweiten Hälfte nach vorne trug. „Dies hat uns aus unserem eigenen Rhythmus gebracht. Nach der Pause haben wir unsere Offensive bis zum Schluss durchgespielt, um sie diesmal aus dem Rhythmus zu nehmen. Wenn wir konsequent, wie im dritten Viertel, unseren Gameplan durchziehen, sind wir im Vorteil. Zum Schluss haben wir unseren Vorsprung gut verwaltet, ansonsten hätte es noch einmal eng werden können.“

Phasenweise wie ein Absteiger

Unter diesen Voraussetzungen gelang es keinem Team, sich in der ersten Hälfte einen größeren Vorsprung herauszuspielen. Steinsel lag zwar stets in Führung, doch Mamer lebte – wie gewohnt – vom Einsatz von Profi Sleva, der zur Pause bereits sein übliches „Double-Double“ erzielt hatte. Mitte des zweiten Viertels konnte die Amicale einen Bonus von acht Punkten vorweisen (28:20), zur Halbzeit war die Partie dennoch offen.

Davon wollte Steinsel jedoch nichts wissen, und die lokale Mannschaft kam mit einer veränderten Körpersprache aus den Kabinen. Das Trio Laurent, Sherrell und Richardson legte sich mächtig ins Zeug, überrollte innerhalb kurzer Zeit seinen Gegner und erspielte sich einen beruhigenden 19-Punkte-Vorsprung (52:33).

Phasenweise sahen die Gäste wie ein Absteiger aus und hatten dem Gegner nichts entgegenzusetzen. „Wir haben nach der Pause zu viel Zeit gebraucht, um wieder ins Spiel zu kommen. Steinsel machte dies nach dem ‚Low Score‘ in Hälfte eins besser“, bedauerte der Topscorer der Partie, Domenick Sleva, den Einstieg seines Teams in den zweiten Durchgang.

„Ich hoffe, nächste Woche können wir dies besser umsetzen. Wir geben nie auf, besitzen aber ein junges Team, das es zu entwickeln gilt. Wir nehmen Spiel für Spiel, und die wichtigen Partien kommen jetzt für uns mit Contern und den Musel Pikes. Wir haben in den beiden letzten Spielen Gelegenheiten verpasst, zu punkten. Dies muss uns jetzt gegen die direkten Konkurrenten gelingen.“

Genau dieser Sleva rüttelte zusammen mit Winn sein Team aus dem Tiefschlaf und leitete noch einmal einen guten Lauf ein. Bis auf acht Punkte kam Mamer noch heran (65:57), ehe sich Steinsel wieder auf seine Stärken besann. Trotz des Sieges kam bei der Amicale keine große Freude auf, denn mit Ivor Kuresevic und Antoine Medeot gab es zwei Verletzte zu beklagen.

Statistik

„T“-Bestnote: Alex Laurent (Amicale Steinsel)
Viertel: 18:14, 15:12, 25:20, 18:15
Steinsel: Laurent 22, Richardson 16, Sherrell 15, A. Medeot 6, Morton 4, Kuresevic 4, Theisen 4, Rech 3, Bugeja 2, N. Medeot 0, Keup 0
Mamer: Sleva 27, Winn 16, Adrovic 9, Muth 7, Bedirhanoglu 2, H. Murray 0, Bourgoignie 0
Schiedsrichter: Malané/Pesche/Monkunas
Zuschauer: 250 zahlende

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