CMCM Meeting
„Purer Spaß“: Linda Krombach vereint Triathlon und Leichtathletik
Mit starken Auftritten in zwei verschiedenen Sportarten ist Linda Krombach ins neue Jahr gestartet. Nach ihrem zweiten Platz beim Aquathlon vor einer Woche zauberte das Nachwuchstalent am Sonntag beim CMCM Meeting eine neue U20-Bestzeit über 1.500 Meter auf die Bahn.
Linda Krombach lief am Sonntag eine neue nationale U20-Bestleistung über 1.500 m Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Es war ein intensiver Jahresbeginn für Linda Krombach. Innerhalb einer Woche absolvierte die 18-Jährige in der Coque zwei hochklassige Wettkämpfe. Erst der Aquathlon, dann das CMCM Meeting in der Leichtathletik.
Beim Aquathlon über 250 Meter Schwimmen und 1.000 Meter Laufen musste sich Krombach am Ende lediglich Jeanne Lehair geschlagen geben und belegte den starken zweiten Platz. Eine Woche später folgte das nächste sportliche Ausrufezeichen: Beim CMCM Meeting startete sie über 1.500 Meter und lief in 4:23,82 Minuten eine neue nationale U20-Bestleistung. Sie verbesserte ihre eigene alte Marke um fast sieben Sekunden und wurde in dem stark besetzten Feld 13.
„Ich bin sehr zufrieden“, blickte sie kurz nach dem Rennen auf ihre Leistung zurück. „Ich hatte gar keinen Druck, es war für mich purer Spaß.“ Spezifisch vorbereitet auf das 1.500-Meter-Rennen hatte sie sich nicht. „Ich bin erst letzte Woche erstmals seit sehr langem wieder mit Spikes gelaufen“, erzählt sie. „Ich habe mich mehr als gut gefühlt. Das zeigt auch, dass man als Triathletin alternative Sachen gut machen kann.“
Eigentlich ist Krombach nämlich im Triathlon zu Hause, sie nutzt die Leichtathletik aber bewusst als Ergänzung. „Vor allem, weil es Spaß macht“, sagt sie. Gleichzeitig sei es „ein gutes Training. Es sind zwar zwei verschiedene Sportarten, aber die eine ist Teil des anderen. Deswegen ist es auch keine große Umstellung. Die 1.500 sind nur spritziger, was man im Triathlon zwar auch braucht – vielleicht nicht unbedingt auf olympischen Distanzen – aber es ist nie schlecht, solche Rennen zu machen, solange es Spaß macht.“
WM-Aus als „großer Boost“
Gerade in diesem Winter passen die 1.500-Meter-Läufe gut in das Programm der 18-Jährigen. „Es kostet mich organisatorisch nicht so viel Zeit. Und da ich dieses Jahr in der Schule die Première mache, passt das perfekt. Es ist ein gutes Mittel, weiter an Wettbewerben teilzunehmen.“
Weitere Starts sind daher geplant. „Das CMCM Meeting war mein erstes Rennen in diesem Winter, ich will sehen, ob ich vielleicht weitere Fortschritte machen kann. Bei Regios oder anderen nationalen Rennen ist das allerdings schwerer, da das Niveau nicht so hoch ist. Deswegen war das hier wirklich eine gute Gelegenheit, um eine neue Bestzeit zu laufen.“
Auch internationale Einsätze kann sich Krombach in Zukunft in der Leichtathletik vorstellen, etwa eine Teilnahme an der U20-Weltmeisterschaft im Sommer in Oregon (USA). „Im Hinterkopf habe ich das schon, man muss natürlich kucken, wie die Qualifikationskriterien sind.“
Im Sommer liegt ihr Fokus aber auch wieder auf dem Triathlon. „Ich will weiter Erfahrung sammeln und Spaß haben“, sagt sie. „Es wird dieses Jahr vor allem darum gehen, einzelne Punkte im Rennen zu verbessern, wie ich agiere. Platzierungen sind eher zweitrangig, aber batürlich will ich auch besser sein als letztes Jahr.“
Einen Wettbewerb, mit dem sie noch eine Rechung offen hat, hat sie dabei besonders im Hinterkopf. Bei den Weltmeisterschaften der Junioren im australischen Wollongong lag Krombach im vergangenen Oktober in aussichtsreicher Position und durfte sogar von einer Medaille träumen. Auf dem Rad war sie Teil einer fünfköpfigen Spitzengruppe, stürzte jedoch in der letzten Runde und konnte das Rennen danach aufgrund eines technischen Defekts nicht beenden.
„Das war eine sehr bittere Pille, die ich schlucken musste“, blickt Krombach zurück. „Aber das gibt mir auch Motivation für dieses Jahr. Da ich kein spezifisches Resultat in dem Rennen gemacht habe, haben mich jetzt vielleicht weniger Leute auf dem Schirm. Ich selbst habe aber immer noch das Gefühl aus dem Rennen im Gedächtnis, mit den Besten mitzuhalten und vorne dabei zu sein. Das gibt mir einen großen Boost.“