Rallye Dakar

Probleme für die Munster-Brüder auf der zweiten Etappe

Toyota dominierte die sandigere zweite Etappe über 400 Kilometer Sonderprüfung nach Al-Ula, während sowohl Grégoire als auch Charles Munster mit verschiedenen Problemen zu kämpfen hatten und das Ziel mit jeweils einer knappen Stunde Rückstand erreichten.

Grégoire Munster liegt in der Gesamtwertung eine knappe Viertelstunde vor seinem Bruder Charles

Grégoire Munster liegt in der Gesamtwertung eine knappe Viertelstunde vor seinem Bruder Charles Foto: M-Sport

Die Titelverteidiger melden sich zurück, denn zwischen vier Toyota Gazoo um den amerikanischen Tagessieger Seth Quintero schob sich auf Rang drei Titelverteidiger Yazeed Al-Rajhi auf dem Overdrive-Toyota. Bei den Motorrädern holte sich der letztjährige australische Sieger Daniel Sanders mit dem Tagessieg auch die Gesamtführung knapp vor seinem spanischen Teamkollegen und Auftaktsieger im KTM-Werksteam Edgar Canet.

Das Potenzial der dominierenden Motorradmarke der letzten 25 Jahre KTM zeigte die Niederländerin Puck Klaassen mit einem ersten Podium des X-Bow auch auf den vier Rädern der Challengerkategorie, knapp vier Minuten hinter dem chilenischen Tagessieger Lucas del Rio. Ihr Teamkollege Charles Munster hatte hingegen mit Kinderkrankheiten des neuen Rennwagens zu kämpfen, wie er im Ziel mit fatalistischem Lächeln erklärte: „Wir starteten gut in die Etappe, doch nach zwölf Kilometern klappte uns die Motorhaube auf die Windschutzsscheibe und wir mussten das irgendwie wieder fixieren. Nach fünf, sechs Minuten Reparatur hingen wir dann länger im Staub hinter T2-Autos fest. Gerade als wir die überholt hatten, erwischten wir einen schleichenden Plattfuß. Nach dem Auftanken verloren wir einen Teil der Lufteinnahme und mit verstopfem Luftfilter hatten wir auf den letzten 150 Kilometern wenig Motorleistung. Trotz allem erreichten wir das Ziel und hoffen auf geschmeidigere Tage.“ Zwar verlor der 24-jährige Rookie eine halbe Stunde auf Del Rio, doch als 14. Challenger des Tages ist er Gesamt-13. der 31 Challenger und auf anderthalb Stunden 69. aller Geländewagen.

Nachdem sein älterer Bruder Grégoire an der Seite des Griechen Jourdan Serederidis mit zwei Plattfüßen, dem Staub langsamerer Konkurrenten und 30 Kilometer vor dem Ziel mit einer kaputten Ölpumpe, die weitere zehn Minuten kostete, zu kämpfen hatte und wegen eines Speedlimits zudem eine fünfminütige Zeitstrafe kassiert hatte, war er als Tages-71., ähnlich wie Charles, eine knappe Stunde langsamer als der Tagessieger. Damit liegt er nun gut eine Viertelstunde vor Charles auf Gesamtrang 52 und startet am Dienstag nur ein Auto vor ihm auf die 666 Kilometer rund um Al-Ula, 422 davon als Sonderprüfung.

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