Rallye DAKAR
Charles Munster platziert sich unter Wert
Der Triumph am Dienstag kam Toyota teuer zu stehen, denn die ersten Starter verloren auf der auch navigatorisch anspruchsvollen Etappe viel Zeit. Im Gegensatz zu den anderen Ford-Teams konnte Grégoire Munster davon nicht profitieren. Nach gutem Tagesbeginn endete seine Dakar vorzeitig.
Charles Munster wurde 14. mit über einer Stunde Rückstand Foto: Simon Bauchau
Da auch der bisherige Spitzenreiter, fünffache Dakar-Sieger und sechsfache Olympiateilnehmer im Trap, Nasser Al-Attiyah (QAT), im Dacia Sandrider über 20 Minuten verlor, platzierten sich hinter Tagessieger Mitch Guthrie (USA) vier weitere Ford auf den ersten Plätzen der Gesamtwertung. In einem weiterhin sehr engen Fahrerfeld folgen auf unter sechs Minuten die beiden Dacias von Lucas Morães (BRA) und Cristina Gutierrez (ESP). Diese war 2021 nach der deutschen Dakar-Siegerin von 2001, Jutta Kleinschmidt, erst die zweite Frau, der bei der Dakar ein Etappensieg gelang.
Mit über acht Minuten Vorsprung steuerte die Niederländerin Puck Klaassen den KTM X-Bow vom G Rally Team zu dessen erstem Etappensieg, wurde damit fünfte weibliche Etappensiegerin und schiebt sich auf einen aussichtsreichen zweiten Platz der Challenger. Ihr Teamkollege Charles Munster fuhr zwar eine gute Etappe mit vielen tückischen Überholmanövern, war trotz Plattfuß und einer gebrochenen Schraube an der Radaufhängung 50 Kilometer vor dem Ziel noch Zehnter, aber platzierte sich am Ende als 14. mit über einer Stunde Rückstand wieder unter Wert. Er berichtet: „30 Kilometer vor dem Ziel hatten wir noch einen Plattfuß, wieder brach die gleiche Schraube und ohne weiteren Ersatz flickten wir notdürftig und rollten mit nur noch 60 Stundenkilometern zum Ziel.“ In der Challengerwertung liegt er mit knapp anderthalb Stunden Rückstand auf Rang zehn und rechnet vor, dass erst drei Tage geschafft sind und noch zehn weitere folgen. Heute übernachten sie als Teil einer Marathonetappe nach 451 Kilometern in einem Zeltlager und haben dort auch keine Unterstützung ihrer Teams.
An der Seite von Jourdan Serderidis (GRE) hatte sich sein Bruder Grégoire bei Kilometer 80 mit nur 5:20 Minuten Rückstand auf den guten 34. Rang der Ultimate vorgekämpft, die beiden erlitten jedoch einen Unfall und sind damit ausgeschieden.