Rallye Dakar
Charles Munster weiter souverän
Mit der Marathonetappe und einem spartanischen Wüstenbiwak kamen in Saudi-Arabien wieder die Erinnerungen an das ursprüngliche afrikanische Abenteuer auf.
Charles Munster sicherte am Donnerstag seinen siebten Rang in der Challengerwertung ab Foto: Simon Bauchau
Blöd für Ford-Fahrer Carlos Sainz, der ohne Service im Biwak seit Mitte der vierten Etappe ohne Kupplung auskommen musste und Schäden am Motor befürchtet. Im Wechsel mit dem zweitplatzierten Nasser Al-Attiyah (QAT/ Dacia) musste der Gesamtführende Henk Lategan (RSA/ Toyota) die komplette Etappe eröffnen. „Wirklich, wirklich, wirklich schwierig“, meinte er dazu, doch als Etappen-16. und -17. bleiben sie wenige Minuten vor einem Ford-Quartett mit Mattias Ekström (SWE), Nani Roma, Carlos Sainz (beide ESP) und etwas weiter Tagessieger Mitch Guthrie (USA).
Die Motorräder konnten im Biwak nicht einmal ihren Reifensatz wechseln und mit verbranntem Moosgummi im Hinterreifen verlor der junge Spanier Edgar Canet auf der fünften Etappe gut eine Stunde und alle Siegchancen. Dafür fuhr KTM-Teamkollege Luciano Benavides (ARG) mit dem Tagessieg wieder auf Platz drei vor. Auch weil sich der Spanier Tosha Schareina eine blöde zehnminütige Zeitstrafe beim Verlassen vom Biwak einfing. Lachender (Tages-)Dritter war Vorjahressieger Daniel Sanders (AUS), der nun zwei Minuten vor Ricky Brabec (USA) liegt.