Radsport

Erster Fokus auf Flandern: Das plant Arthur Kluckers für 2026

Landesmeister Arthur Kluckers hat 2026 viel vor: Während er zum einen bei den großen Flandern-Klassikern sein Team unterstützen will, sieht er auch Chancen, bei kleineren Rennen ein Resultat in einer Gesamtwertung einzufahren.

Der Überraschungs-Landesmeister 2025

Der Überraschungs-Landesmeister 2025 Foto: Editpress/Gerry Schmit

Es war schon ein wenig überraschend, als Arthur Kluckers am 29. Juni des letzten Jahres alleine auf die Ziellinie in Mertzig einfuhr. Der Titel bei den Landesmeisterschaften war nach dem Etappensieg bei der Tageblatt Flèche du Sud 2022, dem Etappensieg bei der Tour de l’Alsace 2022 und dem Landesmeistertitel im Zeitfahren 2024 sein vierter Profi-Sieg. Seitdem darf der 25-Jährige also im rot-weiß-blauen Landesmeistertrikot um die Welt touren.

„Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl, wenn ich das Trikot morgens vor den Rennen anziehen darf“, sagt Kluckers. „Das bereitet mir Freude und gibt mir noch mal einen Schub Motivation. Ich freue mich, auch die nächsten Rennen noch in dem Trikot fahren zu dürfen.“ Insgesamt sei Kluckers mit der letzten Saison zufrieden. In 59 Renntagen hat er seinen Job für das Team erledigt und dazu noch den angesprochenen Sieg geholt.

Mallorca, VAE und Flandern

Nach dem Ende der vergangenen Saison hat das Team ihn in die Schweiz eingeladen, um die Saison über mehrere Tage zu analysieren und die bevorstehende zu planen. Im Dezember war er dann im Trainingslager, verbrachte Weihnachten zu Hause und ist zurzeit mit dem Team wieder im Trainingslager an der Costa Blanca.

Wenn dieses Trainingslager vorbei ist, verbringt Kluckers noch eine Woche in Luxemburg, ehe die Saison beginnt. Bei der Mallorca-Challenge wird er drei Rennen fahren: Kluckers wird sowohl beim neu eingeführten Teamzeitfahren am 29. Januar starten als auch die Trofeo Serra Tramuntana (1.1) am 30. Januar und die Trofeo Palma (1.1) am 1. Februar bestreiten.

Wie im vergangenen Jahr geht es dann für den Landesmeister zur UAE Tour, die vom 16. bis zum 22. Februar stattfindet. In den Emiraten will er sich den letzten Feinschliff für die Highlights in der ersten Saisonhälfte holen: die Flandern-Klassiker. Am 18. März ist er beim Danilith Nokere Koerse (1. Pro) und am 20. März beim Bredene Koksijde Classic (1. Pro) am Start. „Bei den kleineren Klassikern geht es für mich darum, aggressiv zu fahren und sich zu zeigen“, sagt Kluckers, der bei diesen Rennen auch Chancen auf ein persönliches Resultat erhalten könnte.

Gesamtwertungen bei kleineren Rennen

Für ihn folgen dann die größeren Rennen Brügge-De Panne (1. UWT) am 25. März, das E3 Saxo Classic (1. UWT) am 27. März und die Flandern-Rundfahrt (1. UWT) am 5. April. Über Liège-Bastogne-Liège (1. UWT) am 26. April und Eschborn-Frankfurt (1. UWT) am 1. Mai will er dann die erste Saisonhälfte abschließen. Kluckers kennt die belgischen Rennen mittlerweile und will dem Team dabei helfen, vordere Platzierungen einzufahren.

Doch auch das Zeitfahren spielt bei Kluckers eine Rolle. Mit Platz vier im Prolog der Boucles de la Mayenne (2. Pro) 2025, Platz 14 bei der Polen-Rundfahrt (2. UWT) oder Platz 15 bei der UAE Tour (2. UWT) hat er im vergangenen Jahr gezeigt, dass er die Disziplin beherrscht. „In diesem Jahr wird es denke ich noch mal die Gelegenheit geben, bei der UAE Tour ein gutes Zeitfahren zu fahren. Die Strecke ist noch nicht veröffentlicht. Aber ich denke, dass Zeitfahren bei kleineren Etappenrennen wie Boucles de la Mayenne die Tür für eine gute Platzierung in der Gesamtwertung öffnet. Ein nächster Schritt wäre auch mal ein Top Ten bei einer größeren Rundfahrt wie eben UAE oder der Polen-Tour einzufahren.“ Mit guten Ergebnissen in den Zeitfahren von Rundfahrten will Kluckers dann auch Gesamtwertungen anvisieren.

Zudem könnte es in diesem Jahr zu einer Premiere bei einer Grand Tour kommen. Für die Vuelta steht Kluckers auf der Longlist des Schweizer Teams. „Das ist noch lange bis dahin. Man muss schauen, was in der Saison passiert. Für mich geht es erst mal darum, mich auf die Klassiker zu konzentrieren – und darauf freue ich mich.“

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