Ski Alpin

Meisterschaften: Gwyneth ten Raa zeigt sich in Olympiaform

Herausfordernde Bedingungen prägten die traditionellen Skimeisterschaften des Verbandes FLS und der LASEL in Adelboden. Es herrschte aber eine prima Atmosphäre und die rund 100 Schüler konnten sich an der Olympionikin Gwyneth ten Raa messen. Ein paar der besten FLS-Starter mussten allerdings absagen.

Gwyneth ten Raa

Gwyneth ten Raa auf dem Weg ins Tal Foto: Chrëscht Beneké

Bereits zum sechsten Mal duellierten sich nach dem freitäglichen Trainingstag die Bergsteiger der Flera sowie Langläufer und Ski-Alpin-Fahrer der FLS beim interfederalen Challenge des Vertical Race, das diese Saison erstmals zu olympischen Ehren kommt. Auch der Präsident des Skiverbandes FLS, Jean Leyder, nahm wieder teil und fand über das Rennen in die Dämmerung hinein: „Wir hatten ideale Bedingungen und nur ein paar vereiste Partien im Steilhang. Doch im Ziel wurden wir mit einer Superaussicht auf Adelboden und die umliegenden Bergketten belohnt.“ In gut einer halben Stunde gewann David Claerebout überlegen vor Tom Winbomont.

Wegen Schneemangel im Tal mussten die Langläufer auf die Engstligenalp rauf und hatten mit viel Wind zu kämpfen. Im samstäglichen Skating holte sich Eric Weis den Titel nur vier Sekunden vor Richard Guinchan, während er seinen klassischen Landesmeistertitel am Sonntag auf 14 Sekunden verteidigte. Bei den Frauen holte sich Lisa Huot wieder ziemlich unangefochten beide Titel.

Beide Alpintitel gingen ähnlich souverän an Gwyneth ten Raa, die technisch sehr stark fuhr, ohne das letzte Risiko einzugehen. Sie findet: „Ich war ein wenig müde von den letzten Rennen. Aber es war ein schönes Wochenende, an dem ich neben den Titeln auch Kraft für die nächsten Trainings und Europacuprennen tanken konnte.“ Da ihre große Schwester und stärkste Konkurrentin Joyce die ganze Saison ausfällt, sicherte sich wieder einmal die jüngere Laurene beide Vizetitel auf gut sieben Sekunden im samstäglichen Riesenslalom und elf im Slalom. Wenige Sekunden dahinter komplettierte Chiara Chausson das Podium.

Bei den Männern fehlte leider wieder das Trio der COSL-Kaderathleten. Matthieu Osch hatte sich unmittelbar vor seinem ersten Rennen im Dezember am Rücken verletzt und trainiert seit letzter Woche wieder auf Skiern. Für die Olympischen Spiele in drei Wochen ist jetzt aber jeder Trainingstag wichtig und er muss die Olympianorm auch noch einmal in FIS-Rennen bestätigen. Während Promotionskaderathlet Joachim Keghian wegen einer Hüftoperation diese Saison ausfällt, konzentriert sich Nicolaj Lindfors auf die Speeddisziplinen, wo auch er die Olympianorm knacken will. Am Mittwoch unterbot er bei einer kleineren Abfahrt in Cortina d’Ampezzo als 29. knapp die 70 FIS-Punkte, fuhr beim Europacup am österreichischen Pass Thurn als 77. im SuperG mit 115 Punkten und in der Abfahrt als 94. mit 109 Punkten aber hinterher.

Diese Gelegenheit nutzte der erst 17-jährige Victor Catel im Riesenslalom, vier Sekunden vor dem letztjährigen Meister William Lindfors und acht vor dem Master Sven Rollinger. Die unteren Stufen blieben am Sonntag gleich, aber Victor Catel flog gleich aus dem ersten Lauf. „Am Sonntag waren Weltcup-Bedingungen auf dem ‚Chuenisbergli‘“, urteilte der Alpinverantwortliche Gilles Osch über die sehr eisige Strecke, was viele Ausfälle zur Folge hatte. Und meinte weiter: „Wir sind aber ganz zufrieden, dass eine Reihe neue, junge Läufer dazukommen, die gut werden. Auch bei der Lasel war das Niveau trotz der schwierigen Piste stärker als in vergangenen Jahren.“ Seine Chance auf den Slalomtitel nutzte der Wiener Student Roby Turpel, der bis zu dieser Saison nur bei kleineren österreichischen Rennen gestartet war.

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