Enovos League
Mamer siegt im Kellerduell in letzter Sekunde
Ein in letzter Sekunde erkämpfter Sieg beschert Mamer in einem (vielleicht) richtungsweisenden Duell wichtige Punkte. Mit einem knappen 86:84-Sieg überholt das Team, nach einem spannenden Duell, die Musel Pikes in der Tabelle und verschafft sich eine gute Ausgangsposition.
Domenick Sleva avancierte mit seinem „Buzzer-Beater“ zum Matchwinner Foto: Editpress/Jeff Lahr
Die Musel Pikes, die mit einem neuen Profi-Spieler antraten (Maurice Gordon wurde durch Jaylen Key ersetzt), wollten nach acht Niederlagen in Folge endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Es war jedoch die Mambra, die mit viel Elan in die Partie startete: Bedirhanoglu und Sleva sorgten für eine schnelle 8:0-Führung. Die Moselaner taten sich in der Anfangsphase schwer, sodass der Vorsprung der Gäste wuchs (4:20).
Der Moselaner Trainer reagierte mit Auswechselungen: Dank der eingewechselten Oth, Okundaye und Hartz kamen die sie besser ins Spiel. Die Mambra, die den Rebound dominierte, blieb, angeführt von Adrovic, zwar vorerst konstant (16:32, 11‘), doch die Musel Pikes agierten druckvoller in der Verteidigung und konnten durch einen 11:0-Zwischenspurt den Rückstand auf fünf Punkte reduzieren (27:32).
Beide Mannschaften zeigten Einsatz, wobei die Gäste mit einem leichten Vorteil in die zweite Hälfte gingen. Doch der Vorsprung von Mamer sollte nach der Pause schnell schmelzen: Der Gastgeber war die tonangebende Mannschaft und nach 22 Minuten betrug der Rückstand der Moselaner nur noch drei Zähler (46:49). Auch wenn sich Mamer etwas Luft verschaffte (49:58), ließen die Musel Pikes nicht mehr locker und drehten das Spiel: Streef und Key sorgten nach 29 Minuten für die erste Führung der Pikes (63:62).
Glücklicher Präsident
Im letzten Viertel lieferten sich beide Mannschaften ein Duell auf Augenhöhe, die Führung wechselte mehrmals. Der Neuzugang der Moselaner, Key, bescherte seiner Mannschaft zwar durch einen Dreier einen Vorsprung von vier Punkten (76:72), doch die Reaktion von Mamer ließ nicht lange auf sich warten (76:76). Die Gastgeber mussten die letzten drei Minuten ohne Walley, der foulbedingt ausschied, weitermachen. Doch es blieb spannend (82:82, bei 63 verbleibenden Sekunden). In der Folge punktete Kerschen für die Musel Pikes und Bedirhanoglu legte nach (84:84, noch 44‘‘). Im Gegenzug leisteten sich die Gastgeber einen fatalen Ballverlust. Mamer nutzte seine Chance und Sleva sorgte eine Sekunde vor Schluss für den Siegtreffer.
„Ich bin einfach nur glücklich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir haben alles im defensiven Bereich gegeben und ich denke, das hat im Endeffekt den Unterschied gemacht. Wir haben zu keinem Zeitpunkt aufgegeben, die Kommunikation auf dem Feld war gut, wir agierten mit der nötigen Energie. Dieser Sieg ist der Verdienst der gesamten Mannschaft“, erklärte Alan Bedirhanoglu die Gründe für den Sieg. „Ich habe mehrmals auf die Tribüne geschaut. Unser Präsident Claude Lang sah sehr glücklich aus“, ergänzte er mit einem Lachen.
Statistik
„T“-Bestnote: Domenick Sleva (Mambra Mamer)
Viertel: 16:29, 23:20, 24:13, 21:24
Musel Pikes: Key 27, Oth 19, Walley 14, Streef 10, Okundaye 6, Welter 4, Kerschen 2, Sanna 2, Hartz 0
Mamer: Sleva 28, Adrovic 22, Winn 13, Bedirhanoglu 13, Muth 8, Murray 2
Schiedsrichter: Lampe/Richartz/Ntasis
Zuschauer: 148 zahlende