Cyclocross

Die Top 30 in Reichweite: Loïc Bettendorff startet am Sonntag in seine erste Elite-WM

Loïc Bettendorff wird am Sonntag zum ersten Mal eine Cycloross-Weltmeisterschaft bei der Elite bestreiten. In diesem Jahr hat er gleich mehrere Weltcup-Rennen bestritten, bei denen er sogar an die Top 30 heranfuhr.

Loic Bettendorff feiert seinen dritten Elite-Landesmeistertitel in Luxemburg mit Siegerpose und Medaille

In Luxemburg hat Loïc Bettendorff die letzten drei Landesmeistertitel bei der Elite eingefahren Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Mit nun 24 Jahren hat Loïc Bettendorff seine erste Cyclocross-Saison, in der er auch mehrere internationale Rennen fährt, so gut wie hinter sich. In den vergangenen Saisons hat er zwar immer wieder Rennen in Luxemburg bestritten, in diesem Jahr kombinierte er regionale Rennen aber mit internationalen Auftritten. Auf heimischem Terrain ist Bettendorff quasi unangefochten, in Diekirch feierte er seinen 3. Landesmeistertitel bei der Elite in Folge.

Erste Erfahrungen im Weltcup machte er zwar schon 2021, in diesem Jahr hat Bettendorff aber fünf Rennen in Belgien und eines in den Niederlanden bestritten. Am vergangenen Sonntag konnte er mit Platz 31 beim Weltcup in Hoogerheide sein bestes Ergebnis auf diesem Niveau einfahren. „Ja, ich war mit meinem Rennen zufrieden“, sagt er. „Am Vortag in Maasmechelen (ebenfalls im Weltcup) hatte ich Pech mit einem Sturz am Start und danach einem Platten (wurde 47.). Aber es stimmt, am Sonntag lief es gut. Das gibt etwas Selbstvertrauen für diese Weltmeisterschaften.“

„Sehr hohes Niveau“ bei der WM

In Hoogerheide war er zunächst 45., arbeitete sich aber bis knapp an die Top-30 heran. „Ich war zunächst in drei verschiedenen Gruppen, aus denen ich mich jeweils lösen konnte. Ich habe gesehen, dass die erste Gruppe aus etwa 20 Fahrern bestand. Es ist schade für mich, dass ich so weit hinten gestartet bin. Sonst glaube ich, dass ich die Kraft gehabt hätte, in dieser Gruppe mitzufahren.“

Drei Mal war er bereits bei Cyclocross-Weltmeisterschaften am Start, in Hulst startet er jedoch zum ersten Mal bei der Elite. „Ich glaube, die Weltmeisterschaft wird ein sehr hohes Niveau haben. Der Unterschied zu den üblichen Weltcup-Läufen ist jedoch, dass Länder wie Belgien und die Niederlande nur eine begrenzte Anzahl an Fahrern am Start haben (acht). Dennoch werden diese beiden Nationen wieder an der Spitze zu finden sein.“

Drucker von Bettendorff überzeugt

Was er in Hulst erwartet, ist für ihn schwierig einzuschätzen: „Ich werde versuchen, mein bestes Rennen zu fahren, aber vieles hängt vom Start ab. Ich denke, ich kann mir einen Start aus der vierten Reihe erhoffen. Am Sonntag habe ich 29 zusätzliche UCI-Punkte gesammelt, das ist nicht schlecht. Bei der Meisterschaft hatte ich 100 Punkte geholt. Insgesamt habe ich etwas mehr als 150. Ich setze mich insgesamt aber nicht unter Druck.“

Auch Nationaltrainer Jempy Drucker legt viel Wert auf Bettendorff. „Ihm fehlt noch etwas internationale Erfahrung. Ich hoffe, dass ihm diese Saison die Augen öffnet, denn er hat im Cyclocross ein großes Entwicklungspotenzial. Es ist seine erste internationale Saison, und an einem guten Tag fährt er nicht weit vom Top-30-Bereich entfernt. Das ist für die Zukunft interessant.“

Nach dem Ende der Quer-Saison wird Bettendorff eine Pause einlegen, um sich dann voll auf die Straße zu fokussieren. Nach der Pause geht es ins Trainingslager mit dem Team, ehe ein persönliches Trainingslager ansteht. Den Beginn auf der Straße will er am 8. März beim Classic Porec in Kroatien machen. „Ich glaube, dass mir der Cyclocross auf der Straße hilft – vor allem, um mehr Kraft und Explosivität im Sprint zu haben.“

Das Programm

Cyclocross-WM 2026 in Hulst (Niederlande):
Am Samstag:

11.00 Uhr: Juniorinnen mit June Nothum
13.00 Uhr: Espoirs (m) mit Lennox Papi
15.00 Uhr: Damen-Elite mit Marie Schreiber
Am Sonntag:
11.00 Uhr: Junioren mit Ben Fleming und Ben Koenig
13.00 Uhr: Espoirs (w) mit Liv Wenzel und Layla Barthels
15.00 Uhr: Männer-Elite mit Loïc Bettendorf

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