Schwimmen

Ein Meeting-Rekord und drei Luxemburger Top-Ten-Plätze am ersten Euro-Meet-Tag

Ein Meeting-Rekord von Helena Rosendahl Bach und drei luxemburgische Top-Ten-Platzierungen prägten den ersten Wettkampftag des Euro Meet. „Ich erwarte, dass alle bis Sonntagabend im gleichen Vibe weitermachen“, so FLNS-Nationaltrainer Christophe Audot.

Florian Frippiat schwimmt 200m Schmetterling im A-Finale bei Schwimmwettkampf

Florian Frippiat erreichte über 200 m Schmetterling das A-Finale Foto: Editpress/Melanie Maps

Für das sportliche Ausrufezeichen des ersten Wettkampftages beim Euro Meet sorgte am Freitagabend Helena Rosendahl Bach. Über 200 m Schmetterling stellte die Dänin den acht Jahre alten Meetingrekord der Deutschen Franziska Hentke ein. In 2:08,03 Minuten war sie hauchdünn 15 Hundertstelsekunden schneller als ihre Vorgängerin und setzte damit einen der Höhepunkte des Tages.

Doch nicht nur die Rekordschwimmerin beeindruckte die Zuschauer in der Coque. Mit drei Top-Ten-Platzierungen haben auch die luxemburgischen Athleten gegen die internationale Konkurrenz gute Leistungen gezeigt.

Florian Frippiat qualifizierte sich über 200 m Schmetterling für das A-Finale und belegte in diesem mit 2:04,06 Minuten den achten Platz. „Das Niveau ist sehr hoch, deswegen musste ich bereits heute morgen im Vorlauf alles geben, um dieses Finale zu holen, das ich unbedingt wollte“, blickte Frippiat auf seine Leistung zurück. „Der Morgen war sehr gut mit 2:03,56 Minuten. Im Finale wollte ich erneut eine 2:03er-Zeit schwimmen. Aber es war komplizierter, ich habe mich im Wasser schwerer gefühlt.“ Dennoch habe er mit beiden Zeiten eine „gute Basis“ für die Saison gelegt. „Ich bin eine Sekunde schneller als letztes Jahr um diese Zeit – das ist ein gutes Zeichen. Wir kommen voran.“

Helena Rosendahl Bach aus Dänemark stellt neuen Meet-Rekord im Gewichtheben auf

Die Dänin Helena Rosendahl Bach stellte einen neuen Meet-Rekord auf Foto: Editpress/Melanie Maps

Kurz vor Frippiat hatte sich auch Emma Barthel eine Top-Ten-Platzierung gesichert. Die 15-Jährige belegte über 400 Meter Lagen in 4:57,58 Minuten den siebten Platz.

Ebenfalls unter die besten zehn schwamm Lou Jominet über 800 Meter Freistil. In 9:04,11 Minuten belegte sie Rang zehn. Zwar hatte sie sich eine schnellere Zeit erhofft, zeigte sich im Anschluss jedoch zufrieden. „Ich wollte näher an meine persönliche Bestzeit (9:00,11) herankommen. Da ich momentan aber noch voll im Training stecke, sind 9:04 ganz okay“, sagte Jominet, die hofft, in dieser Saison an ihren starken Winter 2025 anzuknüpfen. Im Dezember hatte die 20-Jährige auf der Kurzbahn in Lublin erstmals an einer Europameisterschaft teilgenommen und bei vier Starts vier persönliche Bestzeiten erzielt, darunter einen Landesrekord über 1.500 Meter (16:46,47 Minuten). „Das war unglaublich“, so die FLNS-Sportlerin. „Mein Ziel ist es, dieses Jahr auch bei der EM im großen Becken in Paris (10. bis 16. August, Anm. d. Red.) dabei zu sein.“

Positives Fazit

Dieses Ziel verfolgt auch João Carneiro, der am Freitag beim Euro Meet ebenfalls seine Saison im 50-Meter-Becken eröffnete – und sich dabei selbst überraschte. Über 200 Meter Schmetterling erreichte der 22-Jährige das B-Finale und belegte in diesem in 2:05,31 Minuten Rang sechs (Gesamt-16.). „Es war ein sehr enges Feld, ich bin zufrieden mit meiner Leistung“, sagte Carneiro. Das Rennen sei für ihn aber zugleich ein doppelter „Schock“ gewesen: „Ich bin hier erstmals seit der WM in Singapur im vergangenen August wieder im großen Becken geschwommen. Außerdem bin ich im Winter im 25-Meter-Becken fast nur Brust geschwommen. Jetzt wieder Schmetterling. Deswegen war es wirklich ein Schock.“

Nationaltrainer Christophe Audot zog zum Abschluss des ersten Wettkampftages ein positives Fazit. „Die Schwimmer haben ihr Niveau abgerufen. Diejenigen, die ein Finale angestrebt haben, waren auch im Finale. Auch die Jüngeren haben nicht enttäuscht, es gab viele persönliche Bestzeiten. Wir sind da, wo wir sein müssen“, sagte Audot. „Ich erwarte, dass alle bis Sonntagabend im gleichen Vibe weitermachen.“

Ergebnisse

50 m Schmetterling (F): 1. Martine Damborg (DEN) 26,44 Sekunden, 37. Jasmine Backes (L) 28,88, 39. Leeloo Reinesch (L) 29,00, 55. Dana Resl (L) 29,60

50 m Schmetterling (M): 1. Luca Armbruster (D) 23,43 Sekunden, 25. Julien Henx (L) 24,93, 58. Philippe Weyland (L) 25,62, 77. Stefano Valentini (L) 25,90, 107. Louis Eschette (L) 26,43, 137. Mats Visser (L) 27,36

200 m Schmetterling (F): 1.Helena Rosendahl Bach (DEN) 2:08,03 Minuten, 23. Jasmine Backes (L) 2:27,25

200 m Schmetterling (M): 1. Alessandro Ragaini (I) 1:58,23 Minuten, 8. Florian Frippiat (L) 2:04,06, 16. João Carneiro (L) 2:05,31, 26. Philippe Weyland (L) 2:07,90, 35. Anton Fedoseev (L) 2:10,67, 38. Diogo Constantino (L) 2:12,15, 44. Evan Viguier (L) 2:14,99

100 m Rücken (F): 1. Grace Davison (IRL) 1:02,55 Minuten, 47. Joyce Bleses (L) 1:09,16, 52. Jacqueline Banky (L) 1:09,54, 59. Dana Resl (L) 1:09,92

100 m Rücken (M): 1. John Shortt (IRL) 54,48 Sekunden, 25. Philippe Weyland (L) 59,89, 37. Nicolas Thill (L) 1:01,01 Minuten

400 m Lagen (F): 1. Amalie Smith (GB) 4:40,70 Minuten, 7. Emma Barthel (L) 4:57,58

400 m Lagen (M): 1. Max Litchfield (GB) 4:21,04 Minuten, 16. Nicolas Thill (L) 4:40,50, 18. Anton Fedoseev (L) 4:41,05, 36. Evan Viguier (L) 4:54,58,

800 Freistil (F): 1. Giorgia Tononi (I) 8:45,45 Minuten, 10. Lou Jominet (L) 9:04,11

1.500 Freistil (M): 1. Sacha Velly (F) 15.07,76 Minuten

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