Handball

Die AXA League im Status quo: Favoriten, Verfolger und Play-off-Kampf

Am Samstag startet die AXA League der Herren nach der Winterpause mit dem zwölften Spieltag ins neue Jahr. Die Qualifikationsrunde neigt sich damit dem Ende entgegen. Ein Überblick über die aktuelle Konstellation der Liga.

Käerjeng und Amer Karamehmedovic feiern wichtigen Sieg im Kampf um die Fußball-Titelgruppe am Samstag

Käerjeng und Amer Karamehmedovic können am Samstag einen wichtigen Schritt in Richtung Titelgruppe machen Foto: Editpress/Fernand Konnen

Die Red Boys sind immer noch ungeschlagen und führen die AXA League souverän an. In elf Spielen sammelte das Team von Trainer Marc Breser neun Siege und zwei Unentschieden. Mit durchschnittlich 25,91 Gegentoren pro Partie stellen die Differdinger die beste Defensive der Liga – ein entscheidender Faktor für die bislang erfolgreiche Saison des Titelverteidigers, getragen von einer starken Teamchemie.

Der Vorsprung auf die ersten Verfolger beträgt bereits vier Punkte. Allerdings haben Düdelingen und Berchem jeweils ein Spiel weniger absolviert. Da das Nachholspiel am 28. Januar ein direktes Duell zwischen diesen beiden Mannschaften ist, wird zumindest einer von ihnen den Anschluss an die Red Boys verlieren. Vieles spricht dabei für einen Sieg des HBD, der ebenfalls eine starke Spielzeit absolviert. Die einzige Saisonniederlage kassierte Düdelingen im September überraschend in Esch – damals allerdings ohne Ojié und Itua Etute. Mit den beiden Brüdern gilt der HBD als nur schwer zu bezwingen. Und das auch im Nachholspiel gegen Berchem.

Die Roeserbanner hatten bislang mit zahlreichen Verletzungssorgen zu kämpfen. Ihre bisherigen Topspiele gegen die Red Boys und den HBD gingen verloren. Ein Sieg im Nachholspiel am 28. Januar wäre daher nicht nur tabellarisch, sondern auch mental von großer Bedeutung. Zuvor wartet aber auch an diesem Samstag mit Esch noch eine anspruchsvolle Aufgabe.

Die Escher rangieren aktuell auf dem vierten Tabellenplatz. Ein Vorstoß nach oben dürfte angesichts des kleinen Kaders und der anhaltenden Verletzungsprobleme schwierig werden. Dennoch ist die Mannschaft von Trainer Rajko Milosevic dank ihrer Mentalität und der taktischen Schachzüge des Coaches jederzeit in der Lage, den Top drei ein Bein zu stellen.

Für den HC Standard scheint der fünfte Platz nach der Qualifikationsrunde und damit der zweite Einzug in die Titelgruppe in Folge kaum noch in Gefahr. Mit vier Siegen und einem Unentschieden liegen die Hauptstädter voll im Soll. Am Wochenende steht das Duell mit dem HBD an – in dem für den Standard aber aller Voraussicht nach wenig zu holen sein dürfte.

Ähnlich klar sind die Rollen im Spiel zwischen Diekirch und den Red Boys verteilt. Der CHEV belegt derzeit den letzten Platz, der zur Teilnahme an der Titelgruppe berechtigt, doch dieser ist alles andere als sicher. Am Tabellenende geht es nämlich eng zu: Mit vier Punkten liegt Diekirch nur knapp vor Käerjeng (3) und Rümelingen (2). Alle drei Teams haben noch Chancen auf die Play-offs.

Die besten Aussichten hat wohl Käerjeng, das zuletzt einen deutlich stabileren Eindruck hinterließ. Das neu formierte Team ist inzwischen besser eingespielt, wobei auch die Neuzugänge Ognjen Jokic und Haris Hodzic zur Stabilisierung beigetragen haben. Am Samstag kommt es zum richtungsweisenden Duell mit Rümelingen. Mit einem Sieg würde Käerjeng Diekirch in der Tabelle überholen und sich eine gute Ausgangsposition verschaffen.

Für Rümelingen ist der Weg in die Titelgruppe am steinigsten. Die Mannschaft von Trainer Yves Braconnier müsste zunächst gegen Käerjeng gewinnen und anschließend im schwierigen Restprogramm gegen Berchem und Esch weitere Punkte holen – was sehr unwahrscheinlich ist.

Wahrscheinlicher ist, dass Käerjeng und Diekirch den letzten Platz in den Top sechs im Nachholspiel am 5. Februar unter sich ausmachen.

Spannung bei den Damen

In der Damen-Liga verspricht auch dieses Wochenende wieder Spannung. Nachdem Düdelingen und die Red Boys ihre Auftaktpartien in den Play-offs erfolgreich gewannen, haben beide Teams am Samstagabend die Möglichkeit, sich an der Tabellenspitze weiter abzusetzen. Ebenso denkbar ist jedoch das genaue Gegenteil: Sollten Käerjeng gegen den HBD gewinnen und Museldall einen Erfolg gegen die Red-Boys-Damen feiern, wären alle Mannschaften wieder punktgleich.

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