Tour de Luxembourg
Das Peloton streikt, fährt aber wieder: „Sicherheit der Fahrer nicht gewährleistet“
Die 2. Etappe der Tour de Luxembourg wurde von den Radsportlern kurzfristig angehalten. Die Fahrer des Pelotons entschieden sich dafür, auf der Strecke anzuhalten, weil ihre Sicherheit während des Rennens nicht gewährleistet ist.
Zu viele Autos auf der Straße: Die Fahrer des Pelotons protestierten heute Morgen und unterbrachen das Rennen Archivbild: Anouk Flesch/Tageblatt
Bereits gestern kritisierte der luxemburgische Landesmeister Kevin Geniets (Groupama-FDJ) die Rennorganisatoren: Der 23-Jährige erklärte: „Mehrmals standen auf der Straße Fahrzeuge. Als ich mich von meinem Rückstand zurück ins Feld kämpfen wollte, musste ich einem Auto auf der Straße ausweichen, das im Gegenverkehr stand.“ Im Gespräch mit dem Tageblatt sagte er, dass er enttäuscht sei, dass die Sicherheit der Fahrer nicht gewährleistet sei. Nachdem sich weitere Fahrer gestern darüber beschwerten und sich die Situation auf den ersten Kilometern der heutigen Etappe von Remich nach Hesperingen nicht verbesserte, entschied sich das Peloton, zu streiken.
„Momentan stehen wir“, erklärte Markus Zingen, der Sportliche Leiter von Leopard Cycling, gegen 11.30 Uhr, rund eine Stunde nach dem offiziellen Start. „Es war gestern schon sehr gefährlich und es gab viel Unmut im Feld. Bei der Einführungsrunde heute Morgen in Remich kamen erneut einige Fahrzeuge ins Rennen und die Sicherheit war nicht gegeben.“ Das Peloton zeigte sich einheitlich damit einverstanden, das Rennen vorerst zu neutralisieren. „Zum Glück wird die Sicherheit der Fahrer thematisiert“, erklärt Zingen.
Ausgegangen sein soll die Protestaktion von den WorldTour-Teams Lotto Soudal und Groupama-FDJ. Bei jedem Rennen stellen die Mannschaften einen Fahrersprecher, der sich dann mit den anderen Teams austauscht.
Im Endeffekt wurde auf der 2. Etappe das eigentliche Rennen erst vor den zwei letzten Schleifen auf dem abschließenden Rundkurs zwischen Hesperingen und Moutfort gestartet.