CMCM Meeting

„Beeindruckendes Teilnehmerfeld“ wartet auf Van der Weken, Arendt, Rausch und Co.

158 Athleten aus 41 Ländern, zwölf Wettbewerbe sowie 17 Welt- und 28 Europameister aus allen Kategorien: Das CMCM Indoor Meeting wird am Sonntag wieder Leichtathletik auf höchstem Niveau in der Coque bieten. Patrizia Van der Weken, Victoria Rausch und Fanny Arendt haben am Freitag auf einer Pressekonferenz über ihre Ziele beim Heimwettkampf gesprochen.

Patrizia Van der Weken startet Hallensaison 2026 in der Coque

Patrizia Van der Weken will in der Coque ihre Hallensaison 2026 lancieren Foto: Editpress/Gerry Schmit

Patrizia Van der Weken weiß, wie man beim CMCM Indoor Meeting gewinnt. Immerhin hat die 26-Jährige das in den letzten drei Jahren über 60 Meter schon drei Mal getan. Am Sonntag könnte der vierte Sieg in Serie folgen. „Ich hoffe“, sagte sie auf der Pressekonferenz mit einem Lächeln. „Vor allem hoffe ich aber, eine korrekte Zeit und ein technisch gutes Rennen zu laufen. Wenn das klappt und ich gewinne, bin ich zufrieden.“

Im vergangenen Jahr hatte Van der Weken die 2.580 Zuschauer in der Coque – in diesem Jahr werden noch mehr erwartet – regelrecht von den Sitzen gerissen. Ihr Sieg über 60 Meter, eine Weltjahresbestleistung sowie zwei Landesrekorde über 60 m und 200 m sorgten für große Euphorie und markierten den Auftakt ihres erfolgreichen Winters mit den Bronzemedaillen bei der Hallen- EM und -WM als großem Höhepunkt. „Meine Moral hat danach im Sommer ein bisschen gelitten, weil meine Freiluftsaison nicht gut lief“, blickt Van der Weken zurück. „Ich bin jetzt neu fokussiert und versuche an meine letzte Hallensaison anzuknüpfen. Ich hoffe, dass ich sie am Sonntag auf die gleiche Weise lancieren kann wie letztes Jahr.“ Beim CMCM Meeting startet sie wie schon vor einem Jahr über 60 und 200 Meter.

Victoria Rausch hatte das CMCM Meeting in der Coque vor zwölf Monaten verletzungsbedingt verpasst. Ihre letzte Teilnahme datiert daher schon aus dem Jahr 2024. Den Wettbewerb hat Rausch in bester Erinnerung. Denn damals stellte sie über 60 m Hürden in 8,16 Sekunden einen Landesrekord auf, der bis heute Bestand hat. Das würde die 29-Jährige am Sonntag nur allzu gerne ändern. „Bei den Hürden kommt es auf Details an, es kann schnell gut, aber auch schlecht laufen“, sagte Rausch am Freitag. „Vor zwei Wochen habe ich aber schon eine vielversprechende Zeit gemacht (8,21 Sekunden), sodass ich denke, dass es möglich ist. Aber das Rennen muss natürlich erst gelaufen werden.“ Besonders freut sich Rausch auf die Atmosphäre in der Coque. „Es ist das einzig große internationale Meeting in Luxemburg. Da will man es natürlich umso besser machen.“

Sieben Rennen mit luxemburgischer Beteiligung

Einen vielversprechenden Start in die Hallensaison hat auch Fanny Arendt hingelegt. Über 600 m lief sie Anfang Januar die weltweit 27. schnellste Zeit (1:26,04 Minuten), die je gelaufen wurde. Zudem stellte sie über 400 m einen neuen Landesrekord (53,08 Sekunden) auf. Am Sonntag startet Arendt nun beim CMCM Meeting über 800 Meter. „Es sind meine ersten 800 m in dieser Saison, das ist noch mal was anderes als die anderen beiden Distanzen“, sagte sie am Freitag. „Ich bin aber gut in Form und werde versuchen, schnell zu laufen und ein gutes Ergebnis zu machen.“

Insgesamt finden sieben der zwölf Wettbewerbe des Meetings mit luxemburgicher Beteiligung statt. Neben Van der Weken, Rausch und Arendt starten Ruben Querinjean (3.000 m) sowie die beiden Nachwuchstalente Jory Teixeira (800 m) und Linda Krombach (1.500 m) am Sonntag in der Coque – und treffen auf starke internationale Konkurrenz. „Wir haben ein beeindruckendes Teilnehmerfeld“, sagt FLA-Direktor Jean-Sébastien Dauch. „Wir erwarten ein sehr hohes Niveau.“

Nächstes Jahr auf Gold-Ebene?

Das CMCM Indoor Meeting trägt in diesem Jahr erneut das Silber-Label – die zweithöchste Klasse auf der internationalen Leichtathletik-Indoor-Tour. Im vergangenen Jahr hatte das Meeting dieses Level erreicht, und für 2027 könnte der nächste Schritt nach oben folgen. „Wir haben von World Athletics das ‚cahier des charges‘ für das Gold-Level erhalten“, erklärt FLA-Direktor Jean-Sébastien Dauch. „Nach dem Meeting am Sonntag werden wir uns hinsetzen und die Unterschiede zum Silber-Level analysieren. Wir werden prüfen, was der Aufstieg organisatorisch und kostenseitig bedeuten würde.“

Das Programm

Ab 15.00 Uhr: Vorprogramm
16.06: 60 m Frauen (Vorläufe – mit Patrizia Van der Weken)
16.17: Weitsprung Männer
16.20: 400 m Männer
16.36: 60 m Hürden Frauen (Vorläufe – mit Victoria Rausch)
16.57: Stabhochsprung Frauen
17.01: 60 m Frauen (Finale)
17.15: 60 m Hürden Männer (Vorläufe)
17.32: 800 m Frauen (mit Fanny Arendt)
17.40: 60 m Hürden Frauen (Finale)
17.48: 800 m Männer (mit Jory Teixeira)
18.04: 3.000 m Männer (mit Ruben Querinjean)
18.19: 60 m Hürden Männer (Finale)
18.24: 1.500 m Frauen (mit Linda Krombach)
18.33: 1.500 m Männer
18.45: 200 m Frauen (mit Patrizia Van der Weken)

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