Volleyball

Alles offen im Finale: Gym zeigt Moral, Mamer bleibt gefährlich

In den beiden ersten Finalspielen gingen beide Titelkandidaten an ihre Grenzen. Das erste Endspiel hatte Mamer bei sich zu Hause mit 3:2 gewonnen, eine Woche später glich Gym aus. An diesem Samstag um 17.30 Uhr wird nun in Mamer im Entscheidungsspiel der Meistertitel vergeben.

Nadja Schaus und Lara Picht gemeinsam im Sportoutfit, entschlossen für Gym-Triumph im Wettkampf

Nadja Schaus und Lara Picht wollen Gym zum Triumph führen Foto: Editpress/Gerry Schmit

Am vergangenen Samstag hat Gym große Moral gezeigt. Es sah, bei der 2:0-Führung nach einem sicher geglaubten Sieg aus – ehe dann Vanessa Koos und Co. zum Gegenangriff bliesen und aufschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war Mamer klar im Vorteil, um das Spiel zu entscheiden. Doch Gym warf noch einmal alle übriggebliebenen Kräfte rein und dominierte das Tiebreak. „Wir haben uns keine Fragen gestellt und einfach nur gespielt und es gelang fast alles“, berichtete später Nadja Schaus. Die Zuschauer dürfte das definitiv freuen: Sie können sich auf ein weiteres spannendes Duell einstellen.

Doch wer geht eigentlich als Favorit ins Spiel? Es wird in dieser Konstellation wohl die beste Tagesform sein, die zum Finalsieg führen wird. Wenn man die bisherigen Spiele analysiert, sticht heraus, dass beide Teams an ihren Schwachpunkten des ersten Aufeinandertreffens gearbeitet hatten. Die wenigen Erfolge im Block hat Gym mehr als verdoppelt. Lag Mamer im Angriff vor zwei Wochen 13 Punkte hinter Gym, konnte man diesmal praktisch gleichziehen.

Beim Aufschlag hat man allerdings beim Titelverteidiger weitaus schlechter abgeschnitten: 13 Fehler für drei Asse ist einfach zu viel. Im Vergleich: Gym hatte 13 Fehler bei 10 Assen. In der Annahme konnte sich keine Mannschaft einen richtigen Vorteil herausarbeiten. In beiden Finalspielen gab es, auf beiden Seiten, recht schwankende Leistungen, was den Zuspielerinnen einiges abverlangte. Die besten Punktelieferanten (die Eigenfehler wurden von den erzielten Punkten abgezählt) waren bei Gym Lara Picht (24 Punkte/vier Fehler) und Nadja Schaus (24/7), bei Mamer Koos (16/1) sowie Hana Cubonova (16/4) und Catherine Amyot (18/9). Die Effizienz lag demnach klar bei Gym.

Auffällig ist auch, dass die eingewechselten Spielerinnen nur sehr wenig beitragen konnten. Die Trainer hatten über die Woche also genug Möglichkeiten, noch auf ihre Teams einzuwirken. Am Samstagabend wird man sehen, wer seine Hausaufgaben am besten gemacht hat.

Relegation

Mittlerweile steht auch der Auf- und Abstieg zwischen MixVoip League und 1. Division fest. Bei den Damen steigt Belair auf und nimmt in der nächsten Saison den Platz von Fentingen ein. Diekirch muss im Barragespiel gegen Echternach gewinnen, wenn es den gleichen Weg einschlagen will. Bei den Herren steigt ebenfalls Belair auf und ersetzt die Mannschaft von Amber-Lënster. Hier fällt das Barragespiel aus, da keine Mannschaft aus der 1. Division berechtigt ist, daran teilzunehmen.

Programm

Damen:
Drittes Finalspiel (Best-of-three-Serie):

Samstag 17.30 Uhr: Mamer - Gym

Play-down (letzter Spieltag)
Samstag 16.00 Uhr: Bartringen - Esch
Sonntag 19.00 Uhr: Echternach - Fentingen
Tabelle:
1. Bartringen 19 Spiele/34:33 Sätze/30 Punkte
2. Esch 19/34:35/28
3. Echternach 19/16:52/10
4. Fentingen 19/9:56/3

Herren

Play-down (letzter Spieltag):

Sonntag 16.30: Amber-Lënster - Esch
Sonntag 16.30: Echternach - Fentingen
Tabelle:
1. Fentingen 19 Spiele/35:30 Sätze/32 Punkte
2. Echternach 19/29:34/25
3. Esch 19/11:52/7
4. Amber-Lënster 19/4:54/3

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