Handball

Lockere Angelegenheit für den HBD im Pokal-Halbfinale

Durch einen deutlichen und ungefährdeten 34:23-Sieg gegen Standard hat sich der HB Düdelingen gestern im Gymnase der Coque genau wie im Vorjahr wieder für das Pokalfinale qualifiziert. Der Außenseiter aus Bonneweg war von Anfang an unterlegen und insgesamt kein echter Gradmesser für den haushohen Favoriten.

Aldin Zekan erzielt neun Tore und führt Düdelingen ins Finale beim Handballturnier

Aldin Zekan steuerte neun Tore zum Düdelinger Finaleinzug bei Foto: Editpress/Fernand Konnen

„Wir werden unseren Gegner nicht unterschätzen“, sagte HBD-Kreisläufer Loris Labonté im Vorfeld des Halbfinalspiels. Dementsprechend forsch und konzentriert begannen die Düdelinger das Match und nach acht Minuten lag der Favorit schon mit 5:1 vorne. Standard hatte in den Anfangsminuten große Probleme im Angriff, zu oft wurde versucht, den Kreis anzuspielen, was außer beim ersten Tor durch Trivic nur selten gelang. Beim Umschaltspiel des HBD ging es den Bonnewegern dann einen Tick zu schnell und so war nach zehn Minuten beim Stande von 7:1 bereits eine kleine Vorentscheidung gefallen. Bei den Düdelingern stachen in der Anfangsphase vor allem Aldin Zekan mit fünf Toren und Torwart Mika Herrmann hervor. Der HBD-Schlussmann kassierte in der 19‘ durch Armin Zekan erst seinen zweiten Gegentreffer.

Nach 22‘ betrug der Rückstand des Außenseiters bereits zehn Tore, von Spannung war in diesem ersten Halbfinale demnach keine Spur. Bereits früh im Match konnte HBD-Coach Bilanovic durchwechseln und das erlaubte den Bonnewegern in den Schlussminuten des ersten Abschnitts, den Rückstand zu verkürzen.

Steigerung im Finale nötig

Zu Beginn des zweiten Durchgangs stand beim HBD wieder die Stammformation auf dem Platz, doch das Spielniveau wurde nicht viel besser. Einzige Lichtblicke waren weiterhin Keeper Herrmann, der zum „Man of the Match“ gewählt wurde, und Linksaußen Aldin Zekan, während der HC Standard insgesamt eine bessere Gegenwehr bot. Der Vorsprung pendelte sich bei zehn Toren ein, der HBD muss sich am Samstag aber um einiges steigern, will er endlich wieder einen Titel gewinnen. Im Gefühl des sicheren Sieges kann man aber durchaus nachvollziehen, dass die HBD-Akteure im Hinblick auf das Endspiel einige Körner sparen wollten. Überschattet wurde die Partie leider in der 49‘ durch eine Verletzung von Standard-Spieler Steve Massard-Chenet, der mit großen Schmerzen vom Platz getragen wurde.

Verwöhnt wurden die Zuschauer im ersten Halbfinale nicht, die Logik wurde respektiert, mehr nicht. Der neunfache Torschütze Aldin Zekan war insgesamt zufrieden. „Wir haben unsere Pflicht erfüllt. Zu Beginn wirkten die Standard-Spieler nervös und wir konnten schnell einen Vorsprung herausspielen. Mit dem Einzug ins Finale haben wir vorerst das Wichtigste getan, im zweiten Abschnitt war eher Schongang angesagt.“

Statistik

HBD: Herrmann (1-48‘, 13 Paraden, davon 1 7m), M. Lallemang (48-60‘, 1 P.) – Labonté 1, F. Hippert, Steichen 1, Köller 1, Ilic 4, Zekan 9/3, Y. Lallemang 2, Schlesser, Goergen 4, I. Etute 7, O. Etute 2, Neuberg 1, Steffen 2, Y. Hippert
Standard: Zuzo (1-41‘, 6 P., davon 1 7m), Hadrovic (41-60‘, 2 P.) – Kermel, Trivic 3, Kali 3, Berhuy 2, Massard-Chenet 5/2, Terlier 1, Matruchot, Zekan 2/1, Dubois, Chorus 2, Blazevic 1, Kremer 1, Pucnik 3, Gbadamassi
Schiedsrichter: Weber/Weinquin
Siebenmeter: HBD 3/4 – Standard 3/4
Zeitstrafen: HBD 2 – Standard 5
Zwischenstände: 5‘ 2:1, 10‘ 7:1, 15‘ 9:1, 20‘ 11:3, 25‘ 15:5, 35‘ 18:9, 40‘ 20:10, 45‘ 21:13, 50‘ 24:15, 55‘ 29:20
Zuschauer: 559 zahlende

Überraschungsauftritt von Fynn Köller

Beim Halbfinalspiel wartete der HBD mit einer Überraschung auf. Fynn Köller stand bei den Düdelingern auf dem Spielberichtsbogen. Er kam auch zum Einsatz und erzielte einen Treffer. Seit Ende Januar weilt der Rechtsaußen im Rahmen seines Studiums in Kolumbien. Vor einigen Tagen war er speziell für das Final Four angereist und wird auch am Samstag das Finale bestreiten, ehe der Nationalspieler wieder nach Kolumbien zurückkehrt. (c.b.)

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