Radsport

Alex Kirsch: „Oben auf meiner Liste steht, bei den Monumenten vorne reinzufahren“

Mit neuem Team und neuer Motivation beginnt Alex Kirsch das Jahr 2026. Bei Cofidis will der 33-Jährige Resultate bei den großen Klassikern einfahren – und wird dazu auch vom französischen Team die Chance bekommen. Im Gespräch mit dem Tageblatt erklärt er seinen Wechsel und blickt auf das kommende Jahr.

Alex Kirsch im Cofidis-Renntrikot der neuen Saison beim Straßenradrennen, französisches Profi-Team

Neues Gewand: Alex Kirsch startet ab dieser Saison für das französische Team Cofidis Foto: Mathilde L’Azou

Tageblatt: Alex Kirsch, nach sieben Jahren bei Lidl-Trek haben Sie sich für einen Wechsel entschieden. Wie kam es zu der Entscheidung?

Alex Kirsch: Es kam schleichend. Ich bin über die letzten Jahre immer besser geworden und damit sind meine eigenen Ambitionen vor allem in den Klassikern gewachsen. Ich habe gemerkt, dass meine Rolle im Team sich unverständlicherweise nicht ändern würde. Lidl-Trek war immer ein super Team und ich habe verstanden, für was sie mich gebrauchen wollen. Dann habe ich mir die Frage gestellt, ob ich mich im letzten Teil meiner Karriere auch so sehe. Entweder ich gehe diesen Weg mit dem Team weiter und bin einverstanden, womöglich noch weniger persönliche Chancen zu bekommen, oder ich gehe einen anderen Weg und versuche, mir meine Wünsche noch zu erfüllen. Innerhalb der letzten Klassiker-Kampagne bin ich zum Schluss gekommen, dass ich in meiner Karriere nichts bereuen will. Ich will nicht bereuen, es zumindest versucht zu haben, das persönliche Maximum herauszuholen. Zudem ist Lidl-Trek in einem Umschwung und sie peilen Gesamtwertungen an. Das minimiert meine Chancen, bei der Tour de France dabei zu sein, quasi auf null. So habe ich meine Entscheidung getroffen. Das war nicht einfach, weil ich mich in den letzten Jahren bei Lidl-Trek sehr wohl gefühlt habe und viele gute Freunde gefunden hatte. Lidl-Trek ist außerdem eines der besten Teams der Welt.

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