Trinkwasserversorgung

Wasserwirtschaftsamt hebt Warnstufe auf – Flüsse weiterhin unter Druck

Der Druck auf die Luxemburger Trinkwasserinfrastruktur hat nachgelassen: Das Wasserwirtschaftsamt beendet die Mitte Juli ausgerufene Wachsamkeitsphase. Für die Gewässer im Land gilt das allerdings nicht – dort bleibt die Lage kritisch.

In einem Reservoir wird Wasser gesammelt – nach Monaten der Trockenheit sind die Speicher wieder halbwegs gefüllt

In einem Reservoir wird Wasser gesammelt – nach Monaten der Trockenheit sind die Speicher wieder halbwegs gefüllt Archivfoto: Vincent Lescaut/L'essentiel

Nach der lange anhaltenden Trockenperiode hat sich die Trinkwasserversorgung in Luxemburg wieder stabilisiert. Angesichts der gesunkenen Verbräuche hebt das Wasserwirtschaftsamt deswegen die am 13. Juli ausgerufene Wachsamkeitsphase wieder auf. Dies teilte die Verwaltung am Freitag mit.

Die verfügbaren Reserven und die Versorgungskapazitäten reichen aus, um den Bedarf der Bevölkerung wieder ohne nationale Einschränkungen zu decken, heißt es in der Mitteilung. Gemeinsam mit den Trinkwasserversorgern beobachtet die Behörde die Entwicklung aber weiterhin genau.

Trockenheit belastet Ökosysteme

Während sich die Lage beim Trinkwasser entspannt hat, leiden die Gewässer weiterhin unter den Folgen der starken Hitze, schreibt das Amt. Aufgrund der ausbleibenden Niederschläge führen die luxemburgischen Flüsse und Bäche besonders wenig Wasser. Die Wasserstände haben sich noch nicht ausreichend erholt, was die aquatischen Ökosysteme äußerst anfällig macht.

Um die Lebensräume im Wasser zu schützen, behalten die Behörden eine zentrale Schutzmaßnahme bei: Die Entnahme von Wasser aus den Flüssen und Oberflächengewässern des Großherzogtums bleibt bis auf Weiteres streng verboten. Ausgenommen von diesem Verbot ist lediglich die Mosel.

Sparsamer Umgang bleibt Alltagspflicht

Trotz der aufgehobenen Wachsamkeitsphase appelliert das Wasserwirtschaftsamt an die Bevölkerung, Wasser ganzjährig verantwortungsvoll zu nutzen. Die Anstrengungen der vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass jeder Einzelne zum Erhalt der Ressource beitragen kann. (dr)

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