Analyse

Was für und gegen die Suspendierung des Orthopäden Philippe Wilmes spricht

Philippe Wilmes ficht seine Suspendierung vor Gericht an. Das Schnellverfahren am Mittwochmorgen ist die juristische Fortsetzung einer zur medialen Schlammschlacht verkommenen Affäre um mögliche medizinische und prozedurale Fehler. Ein Urteil wird in den kommenden Tagen erwartet.

Alexej Nickels, Francois Prum und Patrick Kinsch diskutieren nach Sitzung lebhaft über Fallanalyse in Meetingraum

Alexej Nickels, François Prum und Patrick Kinsch (v.l.n.r.) diskutierten im Anschluss an die Sitzung noch weiter über den Fall Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Hat der HRS-Belegarzt Philippe Wilmes trotz medizinischer Gegenindikation an Knien operiert oder nicht? Diese Frage steht im Zentrum der Affäre um den von Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) suspendierten Orthopäden. Seit der Arzt namentlich bekannt wurde (Radio 100,7 nannte ihn zuerst) und der Beschuldigte eine Krisenkommunikationsagentur einschaltete, wurde der mediale Raum zum Gerichtssaal – Wilmes ist im Auge des Betrachters bereits verurteilt oder freigesprochen. Im Verhandlungssaal des Verwaltungsgerichts auf Kirchberg wurde all das am Mittwochmorgen vorerst ausgeklammert. Im Schnellverfahren geht es nun vor allem um die Frage, ob die Suspendierung durch die Gesundheitsministerin Deprez rechtens war oder aufgrund möglicher prozeduraler Fehler wieder annulliert werden soll. Philippe Wilmes war am Mittwoch nicht persönlich bei Gericht anzutreffen und ließ sich durch seine beiden Anwälte Me François Prum und Me Alexej Nickels vertreten.

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