Analyse
Was die ADR einmal war – und was sie heute ist: Typologie einer ehemaligen Rentnerpartei
Die ADR hat sich längst von ihren Wurzeln als Rentnervertretung verabschiedet: konservativ, rechts, nationalistisch, populistisch, reaktionär, rechtsextrem … sind alles Bezeichnungen, die mit der ADR in Verbindung gebracht werden können. Doch was genau ist die Partei heute? Eine Einordnung.
Fred Keup (l.) und Fernand Kartheiser (r.) haben die politische Marschrichtung der ADR der vergangenen Jahre maßgeblich beeinflusst Foto: Editpress/Tania Feller
Parteimitglieder mit SS-Runen auf T-Shirts, Fotos mit Éric Zemmour, dessen Ansichten rechtsextremem Gedankengut zugeordnet werden können, und ein Abgeordneter im Parlament, der den eigenen Hitlergruß über jüdischen Denkmälern mit Sarkasmus kleinredet. An der Spitze dieses Konsortiums steht mit Alexandra Schoos seit kurzem eine Präsidentin, die grüne und sozialdemokratische Politikerinnen als ihre Vorbilder nennt und im Tageblatt-Gespräch angegeben hat, „nichts zu akzeptieren, was in die rechtsextreme Richtung geht.“