Diplomatie
Warum Luxemburg und Kasachstan mehr gemeinsam haben als man denkt
Kasachstan hat mehr mit Luxemburg gemeinsam, als man auf den ersten Blick vermuten würde, sagt Roman Vassilenko. Der Botschafter des zentralasiatischen Landes sieht Kasachstan als „Mittelmacht“, als logistische Brücke zwischen Europa und Asien, als wichtigen Handelspartner, und als Diplomat in einer schwierigen Welt.
Roman Vassilenko: „Für uns (Kasachstan und Luxemburg) sind Diplomatie und Berechenbarkeit der internationalen Beziehungen die besten Instrumente, um unsere nationalen Interessen zu sichern.“ Foto: Christian Muller
Es ist ein Land, von dem man in Europa nur selten etwas hört und das viele kaum kennen: Ohne eigenen Zugang zu den Weltmeeren und eingekesselt zwischen China und Russland, ist Kasachstan aber immerhin das neuntgrößte Land der Erde. Doch trotz seiner Größe zählt das rohstoffreiche Land, das früher Teil der Sowjetunion war, kaum mehr als 20 Millionen Einwohner. Um über sein Land zu informieren, traf sich Botschafter Roman Vassilenko Anfang Mai mit Vertretern der Presse in Luxemburg.
Innenpolitisch befinde sich Kasachstan in einer Phase des tiefgreifenden Wandels, begann er mit seiner Vorstellung. „Kasachstan bleibt seinem politischen Modernisierungskurs, wirtschaftlicher Offenheit und konstruktiver internationaler Zusammenarbeit fest verpflichtet.“ Das Land habe sich zum Ziel gesetzt, einen „gerechten Staat“ aufzubauen. Dafür habe man sich per Referendum eine neue Verfassung gegeben.