Parlament

Uni stellt Studie über unzufriedene Mieter vor, Opposition vermisst Minister Meisch

Am Donnerstag stellten Forscher der Uni dem Wohnungsbauausschuss ihre Studie zu den unangenehmen Erfahrungen von Mietern in Luxemburg vor. Der zuständige Minister Claude Meisch blieb der Sitzung fern. 

Die Politologin Lindsay Flynn, Taina Bofferding (LSAP) und David Wagner („déi Lénk“) am Donnerstag im Wohnungsbauausschuss

Die Politologin Lindsay Flynn, Taina Bofferding (LSAP) und David Wagner („déi Lénk“) am Donnerstag im Wohnungsbauausschuss Screenshot: chd.lu

Obwohl der linke Abgeordnete David Wagner eigenen Aussagen zufolge in seiner Anfrage ausdrücklich darum gebeten hatte, erschien DP-Wohnungsbauminister Claude Meisch am Donnerstag nicht im parlamentarischen Wohnungsbauausschuss, wo Forscher der Uni Luxemburg die Ergebnisse ihrer Studie über die Erfahrungen von Mietern auf dem privaten Wohnungsmarkt vorstellten. Er „protestiere offiziell“ dagegen, so Wagner, dass die Oppositionsabgeordneten keine Antworten erhielten auf die Frage, was die CSV-DP-Regierung zu tun gedenke, um die in der Studie ermittelten Missstände zu beheben. Wie sie den von der für die Studie verantwortlichen Politologin Lindsay B. Flynn als Hauptproblem angeführten finanziellen Zugang zum Mietmarkt erleichtern möchte. Oder gewährleisten will, dass Vermieter Mängel wie Schimmel und Feuchtigkeit oder nicht funktionierende Heizungen beheben, von denen viele Mieter den Forschern berichteten. Und wie die Regierung sicherstellen will, dass Mieter ihre Mietkaution zeitnah oder überhaupt zurückerhalten, wenn sie ausziehen. Ihre Mietwohnung verbinden 42 Prozent der in der Studie befragten Mieter mit einem Gefühl der Ungerechtigkeit, 24 Prozent mit Unsicherheit, 17 Prozent mit Unzufriedenheit und elf Prozent mit Misstrauen. Lediglich sechs Prozent gaben an, mit ihrer Wohnsituation zufrieden zu sein.

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