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„Unendlich unambitioniert“ – Ex-CSV-Chef Engel äußert sich zur Regierung Frieden

Frank Engel bei einem Tageblatt-Interview im Juli 2023

Frank Engel bei einem Tageblatt-Interview im Juli 2023 Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Der Fokus-Politiker Frank Engel hat sich am Donnerstag im Interview mit RTL zur neuen Zusammensetzung der Luxemburger Regierung geäußert. Dabei nahm er kein Blatt vor den Mund – beispielsweise kritisierte er, dass während der Koalitionsverhandlungen kaum kommuniziert worden sei, worüber dort gesprochen wird. Bei den zwei Malen, bei denen er an Koalitionsverhandlungen teilgenommen habe, sei das anders gewesen.

Das CSV-Team, das nun in der kommenden Regierung antrete, bezeichnet der ehemalige CSV-Parteipräsident als „unendlich unambitioniert“. Zudem moniert er, dass die CSV jahrelang die Bildungs- und Wohnungspolitik der bisherigen Regierung kritisiert habe – jetzt aber zulasse, dass Claude Meisch den Posten als Bildungsminister behalte und dazu noch Wohnungsbauminister wird. 

Positiv merkt er an, dass Martine Deprez (CSV) sich künftig als Ministerin um das Thema Gesundheit und soziale Sicherheit kümmere. Laut ihm sei sie im Gegensatz zu anderen dazu fähig, „das Dossier ohne populistisches Gegeifer in korrektes Fahrwasser zu führen“. Was die bisher bekannten Eckpunkte des Koalitionsvertrags angehe, müsse man sich in der anstehenden Wahlperiode in Engels Augen allerdings auf „ziemliches Chaos“ einstellen, weil es sich dabei laut ihm um „unausgegorene“ Geschichten handele. 

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