Forschung

Über Chancen und Gefahren der roten und grünen Gentechnik

Die Entdeckung der „Genschere“ durch Emmanuelle Charpentier und Jennifer A. Doudna war 2012 ein Quantensprung in der Genforschung. Bis dahin war es ein langer und umkämpfter Weg – von der Kreuzung gelber und grüner Erbsen bis zur Neuen Gentechnik (NGT).

Blumenwiese mit Wildpflanzen, symbolisch für genetisch veränderbare Natur und Biotechnologie in der Landwirtschaft

Selbst Wildpflanzen wie auf dieser Blumenwiese wären genetisch veränderbar Foto: Pexl

Die „genetische Schere“ CRISPR/Cas9 gilt als eines der nützlichsten Werkzeuge der Gentechnologie. Mit ihr kann die DNA sowohl von Tieren als auch von Pflanzen und Mikroorganismen verändert werden. Dies kann zu neuen Krebstherapien und zur Heilung von Erbkrankheiten beitragen. Auch in Luxemburg arbeiten Forscher mit der Genschere. Für ihre Entdeckung im Jahr 2012 bekamen zwei Biochemikerinnen und Mikrobiologinnen, die Französin Emmanuelle Charpentier und die US-Amerikanerin Jennifer A. Doudna, den Nobelpreis für Chemie.

Als Johann Mendel experimentierte, gab es noch gar keinen Nobelpreis. Und davon, dass er einmal als ein Pionier der Gentechnik in die Geschichte eingehen würde, konnte er nicht einmal träumen. Der Sohn von Kleinbauern aus einem kleinen Dorf in Mähren im heutigen Tschechien hatte sein Faible für das Kreuzen von Pflanzen gewissermaßen vererbt bekommen. Als er Mönch in der Abtei St. Thomas von Brünn wurde, erhielt er den Ordensnamen Gregorius – und studierte neben der Theologie Ökonomie, Weinbau und Obstbaumzucht.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Wegen mangelnder Genauigkeit

Staatsrat lehnt Gesetz zur Finanzierung des Transportsyndikats TICE ab