Cybersicherheit

Chamber-Systeme nach Hackerangriff wieder online

Nachdem die Chamber ihre IT-Systeme vorsorglich vom Netz genommen hat, sind diese seit Donnerstagabend wieder online. Auch die Petitionsseite kann seit Freitagmittag wieder genutzt werden.

Chamber-Logo auf Bildschirm, symbolisiert Rückkehr der Chamber-Website online und digitale Verfügbarkeit

Die Chamber ist wieder im Netz Foto: Editpress/Julien Garroy

Die Chamber ist wieder online. Nachdem am Mittwoch aus Sicherheitsgründen die komplette Computer-Infrastruktur inklusive der Webseite vom Netz genommen wurde, ist diese seit Donnerstagabend wieder erreichbar, wie die Chamber am Freitag mitteilte. Lediglich die Seite petitiounen.lu war am Freitag noch nicht wieder startklar. Seit Freitagmittag können Bürger aber wieder Petitionen unterschreiben.

Ein Eindringling hatte es auf das IT-System der Chamber abgesehen. „Wir haben gemerkt, dass jemand probiert hat, in unser System zu kommen“, sagte Laurent Scheeck, Generalsekretär des Parlaments, am Donnerstag gegenüber dem Tageblatt. „Bevor das zu einer Cyberattacke ausarten konnte, haben wir unsere Systeme abgestellt.“

Die Untersuchungen lassen keinen Datenverlust erkennen, schreibt die Chamber. Während dieser Ausfallzeit seien größere Sicherheitsrisiken ausgeschlossen worden. Der Betrieb werde jetzt schrittweise wieder aufgenommen.

Wer hinter dem Angriff steckt, ist (noch) nicht klar. Auch das Ziel der Hacker ist nicht klar. Viele Chamber-Dokumente sind laut Scheeck ohnehin öffentlich. Allerdings gibt es auch im Parlament sensible Daten. Zum Beispiel über Ereignisse und Veranstaltungen, die geplant werden. „Für einige Akteure kann es interessant sein, wann was mit wem stattfindet“, sagte Scheeck. „Das sind Informationen, bei denen wir froh sind, wenn sie nicht herausgehen.“ (les)

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