Sicherheitsrisiko

„Wir sind jetzt wieder zurück auf Papier und Bleistift“ – Chamber nimmt IT-Systeme vom Netz

Sämtliche IT-Dienste des Luxemburger Parlaments sind seit Mittwochabend vom Internet gekappt. Grund ist ein versuchter Angriff. Chamber-Generalsekretär Laurent Scheeck erklärt, wie es jetzt weitergeht.

Luxemburger Parlament mit abgeschalteter Internetverbindung zur Sicherung der IT-Infrastruktur

Das Luxemburger Parlament hat seine IT-Infrastruktur vom Internet getrennt Symbolfoto: Editpress-Archiv/Isabella Finzi

Das Luxemburger Parlament ist nicht mehr im Internet. Am Mittwochabend, 18.30 Uhr, wurde die komplette Computer-Infrastruktur inklusive der Webseite vom Netz genommen. „Die Abgeordnetenkammer sieht sich veranlasst, alle IT-Systeme – Websites, E-Mail-Systeme, und so weiter – vom Internet zu trennen“, hieß es in einer Pressemitteilung.

Was ist da los? „Wir haben gemerkt, dass jemand probiert hat, in unser System zu kommen“, erklärt Laurent Scheeck, Generalsekretär des Parlaments, gegenüber dem Tageblatt. „Bevor das zu einer Cyberattacke ausarten konnte, haben wir unsere Systeme abgestellt.“ Die Analyse laufe jetzt, ohne dass Gefahren für die Chamber-IT bestünden. „Unsere Operationalität leidet natürlich darunter“, sagt Scheeck. Jetzt, in den Tagen vor Ostern, gäbe es aber ohnehin weniger Aktivitäten im Parlament – da sei die Abschaltung weniger schlimm als Alternative.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

LSAP-Gesetzesvorschlag

CSV und DP wollen keinen Sonderurlaub für Blutspender

Sprachlernplattform

3,8 Millionen Euro für LLO – doch die App streikt