Landesweite Kontrollen
Staatsanwaltschaft sanktioniert 73 Firmen wegen Verstößen im RBE
Großeinsatz gegen Verstöße im „Registre des bénéficiaires effectifs“: Bei landesweiten Kontrollen belegen Luxemburgs Ermittler 73 Unternehmen mit Bußgeldern.
Die Einsatzkräfte stießen auf eine Vielzahl an Regelverstößen Foto: Police grand-ducale
Polizisten, Beamte und Staatsanwälte haben in den vergangenen Wochen landesweit Dutzende Firmengebäude und Büros überprüft. Grund für den großangelegten Einsatz waren Kontrollen zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen rund um das „Registre des bénéficiaires effectifs“ (RBE), wie die Staatsanwaltschaften von Luxemburg und Diekirch am Montag mitteilten.
Bußgelder für 73 Unternehmen
Bei den Razzien wurden 73 Unternehmen mit Bußgeldern belegt. Die Einsatzkräfte stießen dabei auf eine Vielzahl an Regelverstößen. Am häufigsten versäumten es die Verantwortlichen, ihre Jahresabschlüsse fristgerecht zu veröffentlichen – in 55 Fällen stellten die Ermittler dieses Versäumnis fest.
Zudem fehlte bei 22 Betrieben die erforderliche Niederlassungsgenehmigung. In 23 weiteren Fällen waren die Pflichtangaben im Transparenzregister fehlerhaft, unvollständig oder nicht auf dem neuesten Stand.
Großer Personalaufwand
Hinter den Kontrollen steckt ein beträchtlicher personeller Aufwand: Insgesamt führten die Behörden 146 Einzelinterventionen durch. Neben den Staatsanwälten waren rund 50 Beamte aus Kommissariaten sowie Mitglieder der „Section formation, appui et méthodologie éco-fin“ der Polizei im Einsatz. (dr)