Fedas
Soziales Plädoyer geht erstmals an die Öffentlichkeit und nimmt sich des Schulabbruchs an
Nachdem das „Plaidoyer politique“ der Caritas im September eingestellt worden war, leistete sich der Verband von Arbeitgebern aus dem sozialen Sektor (Fedas) im Oktober ein „Plaidoyer social“. Diese Woche ging es erstmals mit einer Mitteilung über Schulabbruch an die Öffentlichkeit.
Die Fedas zählt 195 Mitgliedsorganisationen – gemeinnützige Vereinigungen, Stiftungen und kommunale Verwaltungen Foto: Editpress-Archiv
Als das „Plaidoyer politique“ der Caritas nach der Abwicklung der Hilfsorganisation infolge des Veruntreuungsskandals eingestellt und nicht von der Nachfolgeorganisation „Hëllef um Terrain“ (HUT) übernommen wurde, ging dem sozialen Sektor in Luxemburg eine wichtige sozialpolitische Stimme verloren. Anfang Oktober hatte CSV-Premier Luc Frieden nach einer parlamentarischen Ausschusssitzung gesagt, die Regierung wolle das „Plaidoyer politique“ erhalten, in welcher Form sei aber noch unklar. Eine staatliche Konvention für diesen Bereich abzuschließen, sei jedoch nicht geplant, weil das zu einem Interessenkonflikt führen könne, so Frieden am 2. Oktober. Der Staat könne keine Abteilung finanzieren, deren Aufgabe es sei, die Arbeit der Regierung kritisch zu begleiten.