Immigration
So läuft die Einwanderung aus Drittstaaten nach Luxemburg
Wer als Nicht-EU-Bürger nach Luxemburg zieht, muss bürokratische Prozeduren durchlaufen und Belege für Adresse, Ausbildung, Arbeit und Co. liefern. Ein Blick auf die einzelnen Etappen der Drittstaaten-Einwanderung gibt Aufschluss über mögliche Angriffspunkte für kriminelle Strukturen.
Wer aus einem Drittstaat kommt und länger in Luxemburg bleiben möchte, muss sich mit langwierigen bürokratischen Prozeduren auseinandersetzen Foto: Editpress/Julien Garroy
In Luxemburg ermittelt die Justiz wegen Korruption, Urkundenfälschung und Schleuserei gegen ein kriminelles Netzwerk. Mehr als 200 Drittstaatsangehörige erhielten mutmaßlich durch fingierte Arbeitsverträge und fiktive Adressen unrechtmäßig Aufenthaltstitel sowie Sozialleistungen. Im Zentrum des Skandals steht die „Direction générale de l’immigration“ (DGIM). Bislang wurden 25 Personen angeklagt, Innenminister Léon Gloden hat einen externen Audit der Behörde beauftragt.
Wer aus einem Land außerhalb der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums – etwa aus Montenegro, Serbien oder den USA – für längere Zeit nach Luxemburg ziehen möchte, muss ein mehrstufiges bürokratisches Verfahren durchlaufen. Doch wie funktioniert dieses eigentlich?