Justizserie
So funktioniert der Rechtsstaat – Das Tageblatt taucht ins Luxemburger Justizsystem ein
In den kommenden Wochen wollen wir mit unseren Lesern hinter die Kulissen von Luxemburgs Gerichten, Anwaltskanzleien und Justizbeamtenbüros blicken. Zum Start der Serie gibt es zunächst einen Überblick über Aufbau und Organisation der Justiz.
Hier trifft der abstrakte Rechtsstaat auf den konkreten Alltag der Bürger: ein Gerichtssaal in der „Cité judiciaire“ auf dem Heilig-Geist-Plateau Foto: Editpress/Alain Rischard
„Suits“, „Law & Order“, „Better Call Saul“ oder „Lincoln Lawyer“. Die Liste an US-amerikanischen Kultserien, die den Zuschauer mehr oder weniger direkt in einen Gerichtssaal hineinversetzen, ist lang – und die Abläufe und Gepflogenheiten sind dementsprechend vertraut. Im Gegenzug ist das heimische Justizsystem den meisten Luxemburgern wohl seltsam fremd. Geschworene? Gibt es in Luxemburg nicht. Übermächtige Staatsanwälte? Müssen Sie nach Deutschland oder in die USA fahren. Wie die Luxemburger Justiz tatsächlich funktioniert, welche Regeln sie prägen und welche Menschen sie tragen, bleibt den meisten Bürgerinnen und Bürgern verborgen. Das wollen wir in den kommenden Wochen ändern.