Energiekrise
Risikofaktor Gas: So abhängig ist Luxemburg von dem Brennstoff aus der Erde
Selten wurde eine Inflationsprognose wohl mit solcher Spannung erwartet wie die vom vergangenen Mittwoch. Und Statec lieferte: Bis zu drei Indextranchen könnten bis Mitte des kommenden Jahres fallen. Grund sind vor allem die nicht-kalkulierbaren Risiken bei der Energieversorgung – und hier vor allem der Gaspreis. Eigentlich hat das nur einen Anteil von 15 Prozent im Energiemix Luxemburgs. Aber das Risiko könnte größer sein, als es den Anschein hat. Die Regierung überarbeitet derzeit den Notfallplan.
Grafik: Jenny Füldner/Tageblatt
Die Prognosen des Statec sind nicht gerade erfreulich. Am Mittwoch hat die Luxemburger Statistikbehörde ihre „Prévisions d’inflation“ veröffentlicht, also eine Einschätzung, wie sich die Inflation in den kommenden Monaten entwickeln könnte. Die Ergebnisse des Papiers sind ernüchternd: Im mittleren Szenario wird noch in vierten Quartal dieses Jahres eine weitere Indextranche fällig – die dritte dieses Jahres. Im „Worst Case“ könnten bis Mitte 2023 drei Tranchen gefallen sein, die verschobene Juli-Tranche aus diesem Sommer nicht mitgerechnet.