Zerren am Zeiger

Regierung will Arbeitszeiten weiter flexibilisieren – Gewerkschaften und Arbeitgeber liegen weit auseinander

Um die Arbeitszeitorganisation nach 2016 erneut zu flexibilisieren, beruft die Regierung sich auf eine Liser-Untersuchung, die jedoch keine eindeutigen Ergebnisse liefert. Der CSV-Arbeitsminister soll mit den Sozialpartnern im CPTE darüber verhandeln. Wohl bei keinem anderen Thema liegen die Positionen von Gewerkschaften und Patronat weiter auseinander als bei diesem. 

Die CSV-DP-Regierung will den „Plan d’organisation du ­travail“ neu verhandeln. Gewerkschaften und Arbeitgeber liegen wie bei der Arbeitszeitreform 2016 weit auseinander.

Die CSV-DP-Regierung will den „Plan d’organisation du ­travail“ neu verhandeln. Gewerkschaften und Arbeitgeber liegen wie bei der Arbeitszeitreform 2016 weit auseinander. Grafik: Editpress/Kim Kieffer

„An och ënnert der leschter Regierung ass eng Analys gemaach gi vum POT-Gesetz. Mir gesinn, dass dat net funktionéiert, dat Gesetz, do ass eng Etude gemaach gi vum Liser, onofhängeg, déi seet, et funktionéiert net“, sagte DP-Wirtschaftsminister Lex Delles am Freitag im RTL-Radio. Die Resultate des vom Forschungsinstitut Liser durchgeführten „Projet d’étude sur le plan d’organisation du temps de travail (POT)“, die der Wirtschaftsminister anführt, wurde bislang nicht öffentlich vorgestellt. Der vorige LSAP-Arbeitsminister Georges Engel hatte sie am 22. Juni 2023, dreieinhalb Monate vor den Kammerwahlen, den Mitgliedern des parlamentarischen Beschäftigungsausschusses präsentiert. Im Gesetz von 2016 über die Arbeitszeitorganisation war sie vorgesehen: „Un bilan intermédiaire des nouvelles dispositions légales sera effectué cinq ans après l’entrée en vigueur de la présente loi.“

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