Protestaktion
OGBL/Landesverband bemängelt fehlende Dialogbereitschaft der CFL-Direktion
Der OGBL/Landesverband lehnt eine vergangene Woche von CFL-Direktion und Syprolux einseitig getroffene Vereinbarung größtenteils ab und protestiert vor dem Hauptsitz der nationalen Eisenbahngesellschaft. Die Vorwürfe erinnern zum Teil an die von der Gewerkschaftsfront an die CSV-DP-Regierung gerichteten.
CFL-Mitarbeiter beobachten am Mittwochmorgen im Hauptsitz der Eisenbahngesellschaft die Demonstranten vom OGBL/Landesverband, die sich vor dem Gebäude versammeln Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Sollten es tatsächlich – wie der OGBL behauptete – „mehr als 500“ CFL-Beschäftigte gewesen sein, die am Mittwochvormittag neben dem Hauptsitz der nationalen Eisenbahngesellschaft am Boulevard d’Avranches in der Hauptstadt protestierten, wären das zehn Prozent der Gesamtbelegschaft, was für ein Protestpiquet beachtlich wäre. Realistisch betrachtet waren es wohl nicht mehr als 300, was aber immer noch beachtlich ist, angesichts dessen, dass der vor anderthalb Jahren mit dem OGBL fusionierte Landesverband seit den Sozialwahlen von vergangenem Jahr nur noch die Hälfte der zehn Personaldelegierten bei der CFL stellt. Der traditionell dem LCGB nahestehende Syprolux, der die andere Hälfte stellt, hatte sich nicht am Protestpiquet beteiligt und vergangene Woche eine Vereinbarung mit der CFL-Direktion über einen neuen Schichtdienst, einen neuen Bereitschaftsdienst , die Anwendung der „prime opérationnelle“ und den Zugang zu Promotionsexamen unterzeichnet. Am Präsidenten der Zentraldelegation, Patrick Vansteenkiste vom OGBL, ist es nun, in Zusammenarbeit mit beiden Gewerkschaften ein Gutachten zu dieser Vereinbarung abzugeben.