Hausaufgabenhilfe für alle
Nur „Schaumschlägerei“: Meischs Konzept stößt auf wenig Begeisterung
Im Grunde nichts Neues, nicht das, was versprochen wurde, und nicht weitreichend genug. Unter anderem diese Kritikpunkte fährt Luxemburgs Bildungsminister Claude Meisch für sein zu Beginn des Monats vorgestelltes Hausaufgabenhilfe-Konzept ein. Ziel der Reform sei es, die Bildungsschere wieder zu schließen. Ob das gelingen wird? Sowohl Koalitionspartner als auch die Opposition zweifeln daran.
Die Meinungen über den Nutzen von Hausaufgaben gehen auseinander Foto: Editpress/Tania Feller
Kostenloses Essen in Luxemburgs Schulkantinen, kostenlose „Maisons relais“ während der Schulzeit und die Einführung einer flächendeckenden Hausaufgabenhilfe: All das klingt erst einmal positiv. Bildungsminister Claude Meisch (DP) hat diese Neuerungen für das kommende Schuljahr angekündigt. Sein Konzept der Hausaufgabenhilfe stellte er auf einer Pressekonferenz am 7. Juli in Clausen vor. Die Chamber sowie die Koalitionspartner wurden jedoch erst am Donnerstag, 21. Juli, unterrichtet. Die Begeisterung der beiden Fraktionspräsidentinnen Martine Hansen (CSV) und Josée Lorsché („déi gréng“) hält sich allerdings in Grenzen. Auch die LSAP hegt laut RTL Zweifel.