Mehr Utopie wagen
Nach der Vorstellung des neuen Aktionsplans für Biolandwirtschaft regt sich Kritik
Der neue Aktionsplan zur Förderung der biologischen Landwirtschaft (PAN-Bio 2030) wirkt in seiner Zielsetzung eher bescheiden, orientiert sich an der Dynamik des Marktes und setzt auf Teilumstellung. Kritik kommt aus der Zivilgesellschaft.
Die Ziegen auf dem Biohaff Baltes in Stegen ernähren sich mit oder ohne PAN-Bio 2030 gut Foto: Georges Noesen
Die Bescherung gab es bereits zwei Tage vor Heiligabend, als Agrarministerin Martine Hansen (CSV) den „Plan d’action national pour la promotion de l’agriculture biologique“ (PAN-Bio 2030) vorstellte. Der Ort war treffend gewählt: Der Biobauernhof der Familie Baltes in Stegen – der erste Produzent von biologischem Ziegenkäse hierzulande – ist ein Pionier- und Vorzeigebetrieb in dieser Hinsicht.
Das erste Ziel des PAN-Bio 2030 ist die Erhöhung des biologischen Anbaus an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Luxemburg von derzeit laut Ministerin etwa zehn auf 15 Prozent im Jahr 2030. Das würde einem jährlichen Anstieg von einem Prozentpunkt gleichkommen. Auf den ersten Blick klingt dies ambitiös, ist es aber nicht, verglichen mit dem vormaligen Bioaktionsplan.