Energiekrise

„déi Lénk“ wollen Spritpreise einfrieren – Regierung winkt ab

Man wolle nicht auf Kosten der luxemburgischen Steuerzahler zur Tankstelle der Großregion werden, sagt Energieminister Lex Delles am Dienstagabend in der Chamber.

David Wagner von Die Linke spricht über steigende Sprit- und Energiekosten und deren Auswirkungen auf die Working Poor

Steigende Preise für Sprit- und Energiekosten träfen die „Working poor“ besonders hart, so der Linken-Abgeordnete David Wagner Foto: Jens Büttner/dpa

Am Dienstagabend standen einmal mehr die steigenden Energiepreise auf der Tagesordnung der Chamber. „75 Prozent unseres Stromverbrauchs basieren auf Öl oder Gas“, sagt David Wagner von „déi Lénk“. Seine Partei hatte diese Aktualitätsstunde beantragt. Angesichts des Krieges im Iran und der beinahe vollständigen Blockade der Straße von Hormus zeige sich, so Wagner, die Verletzlichkeit der luxemburgischen Energiepolitik. „Es geht nicht schnell genug voran mit der Transformation hin zu erneuerbaren Energien.“ Die Abhängigkeit von fossilen Energien sei eine Gefahr für den Wohlstand des Landes, sagt der Linken-Abgeordnete. Der Weg weg von fossilen Energien müsse deshalb „Staatsräson“ sein, so Wagner, die Regierung müsse die öffentlichen Investitionen in erneuerbare Energien stärken.

Dafür gibt es Zustimmung von LSAP und Grünen. Joëlle Welfring („déi gréng“) wünscht sich von der Regierung „Präparation statt Reaktion“. Angesichts der steigenden Energiekosten müssten Maßnahmen jetzt vorbereitet werden, bevor es zu spät sei. Der LSAP-Abgeordnete Georges Engel fordert einen „Energie-Tisch“ von der Regierung, um sich mit den Sozialpartnern auf eine mögliche Krise vorzubereiten.

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