Keuchhusten
Luxemburgs Regierung reagiert mit einer Impfkampagne auf die Epidemie
„De bloen Houscht“ nennt man Keuchhusten in Luxemburg – weil die Erkrankten ursprünglich soviel husteten, dass ihnen die Luft wegblieb und sie blau anliefen. Ein zugelassener Impfstoff existiert seit den 1940er Jahren. Trotzdem kam es an Luxemburger Schulen zu einem Ausbruch.
Der Impfstoff gegen Keuchhusten liegt in einer Kombinationsimpfung vor Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Die jüngsten Daten zu Keuchhustenfällen im Großherzogtum werfen ein Schlaglicht auf ein wachsendes Gesundheitsproblem, das insbesondere jüngere Altersgruppen betrifft (das Tageblatt berichtete). In einer parlamentarischen Anfrage deckten die Abgeordneten Sven Clement und Ben Polidori (beide Piratenpartei) auf, dass zwischen Anfang Januar und Anfang April dieses Jahres 376 Keuchhustenfälle registriert wurden. Kinder und Jugendliche unter zwanzig Jahren stellen mit 271 bestätigten Fällen die Mehrheit der Betroffenen dar, wie Gesundheitsministerin Martine Deprez (CSV) und Claude Meisch (DP) in ihrer Antwort verlauten lassen.