Europa
Luxemburg beteiligt sich an Brief gegen Diskriminierung der LGBT+-Gemeinschaft
Premierminister Xavier Bettel und 15 weitere Staats- und Regierungschefs haben am Donnerstag vor ihrem Gipfel gefordert, die Rechte sexueller Minderheiten zu schützen. Am Dienstag hatten 17 der 27 EU-Länder die EU-Kommission aufgefordert, umgehend gegen das umstrittene ungarische Gesetz vorzugehen, das die Information über Homo- und Transsexualität beschränkt.
Foto: Editpress/Julien Garroy
Vor dem EU-Gipfel haben sich der Luxemburger Premierminister Xavier Bettel und 16 weitere Staats- und Regierungschefs besorgt über die Bedrohung von Grundrechten und die Diskriminierung sexueller Minderheiten geäußert. „Wir müssen weiterhin gegen die Diskriminierung der LGBTI-Gemeinschaft kämpfen und erneut bekräftigen, dass wir ihre Grundrechte verteidigen“, schrieben sie in einem gemeinsamen Brief an die Spitzen der Europäischen Union. Die englische Abkürzung LGBTI steht kurz für „Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans, Inter“.
„Respekt und Toleranz sind das Herzstück des europäischen Projekts“, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben. „Wir sind entschlossen, diese Anstrengungen fortzuführen und dafür zu sorgen, dass die künftigen Generationen Europas in einem von Gleichberechtigung und Respekt geprägten Umfeld aufwachsen.“
Hate, intolerance and discrimination have no place in our Union. That's why, today and every day, we stand for diversity and LGBTI equality so that our future generations can grow up in a Europe of equality and respect. pic.twitter.com/iBP0j6G4Up
— Xavier Bettel (@Xavier_Bettel) June 24, 2021
Hate, intolerance and discrimination have no place in our Union. That's why, today and every day, we stand for diversity and LGBTI equality so that our future generations can grow up in a Europe of equality and respect. pic.twitter.com/iBP0j6G4Up
— Xavier Bettel (@Xavier_Bettel) June 24, 2021
Pride Day
Der Brief erwähnt als Anlass den International Lesbian Gay Bisexual and Transgender Pride Day am 28. Juni. Die mögliche Diskriminierung sexueller Minderheiten ist jedoch auch Streitthema beim EU-Gipfel, der am Donnerstagnachmittag in Brüssel beginnt. Dabei geht es um ein neues Gesetz in Ungarn, das den Zugang zu Informationen über Homo- und Transsexualität für Kinder beschränkt. 17 EU-Staaten hatten gegen das Gesetz protestiert.
Diese Staaten bis auf Österreich trugen nun auch den Brief der Staats- und Regierungschefs mit. Darunter sind neben Luxemburg die übrigen EU-Gründerstaaten Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien und Deutschland. Von den östlichen EU-Staaten machten nur Estland und Lettland mit. Länder wie Polen, Ungarn, Slowakei, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Bulgarien oder Rumänien fehlen.